19. Oktober 2026
Mathias Brodkorb (SPD) über PISA, Leistungsabfall und sein neues Buch

Wir leiden unter einem Gleichheitswahn

Der bekennende Sozialdemokrat und ehemalige Minister des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, Mathias Brodkorb, ist im Condorcet-Blog kein Unbekannter. Als Gastautor hat er schon zwei Artikel für uns geschrieben. Kürzlich veröffentlichte er mit Klaus Zierer das Buch “Tyrannei der Gleichheit”. Der Plattform “based” gab er kürzlich ein Interview. So viel vorweg: Dieses Interview sollte man sich von der ersten bis zur letzten Sekunde anhören. Gerade für linke Bildungsinteressierte birgt es ein Feuerwerk an Fakten, Thesen und Meinungen.

A man in a suit sits at a table in a meeting room, hands clasped near his mouth and a thoughtful expression.

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«Die Starke Volksschule Zürich hat am letzten Donnerstag in Zürich ein Podium organisiert, auf dem leidenschaftlich zum Thema integrative Schule gestritten worden; dies im Lichte einer kantonalen Initiative zur Wiedereinführung von Förderklassen. Die Gegnerinnen der Vorlage gaben zwar zu, dass das System die «normalen» Kinder am Lernen hindert, von Förderklassen wollen sie trotzdem nichts wissen. Das Publikum sah es anders. Die neue Condorcet-Autorin, Claudia Wirz, berichtet.

Nicht wann, sondern wie: Was erfolgreiches Fremdsprachenlernen ausmacht

Kaum ein Thema rund um den Fremdsprachenunterricht wird so intensiv diskutiert wie das Alter, in dem Kinder mit einer zweiten Sprache beginnen. Dahinter steht eine weit verbreitete Annahme: Je früher, desto besser. Auch die frühe Einführung des Englisch-, Französisch- und Deutschunterrichts in der Schweiz beruht teilweise auf dieser Vorstellung, obwohl natürlich zugleich Mehrsprachigkeit als ein zentraler Bestandteil des schweizerischen Selbstverständnisses gilt. Fremdsprachenunterricht ist in der Schweiz nicht nur eine pädagogische, sondern immer auch eine gesellschafts- und bildungspolitische Frage. Doch bringt ein möglichst früher Beginn tatsächlich die erhofften Vorteile für das Sprachenlernen? Die Forschung zeichnet hierzu ein differenzierteres Bild.

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