27. September 2022

Lehrkräfte

Warum kann die “Reformindustrie” nicht ihre Fehler einräumen?

Endlich wieder einmal ein Beitrag aus dem Diane-Ravitch-Blog. Peter Greene, ein amerikanischer Volksschullehrer und Autor im Diane Ravitch-Blog ist im Condorcet-Blog kein Unbekannter. In diesem Beitrag macht er sich Gedanken über Michael Petrillis Überlegungen zur Entwicklung der “Reform”-Bewegung. Pikant: Michael Petrillis ist eigentlich ein Linker und wollte nur Gutes. Er war ein Vorreiter der Standardisierung und untestützte die Testbatterien, die bis heute in den US-amerikanischen Schulen ihr Unwesen treiben. Peter Greene wirft Petrilli vor, dass er nicht fähig sei, die vielen Fehlentwicklungen einzugestehen, für die er auch eine Verantwortung trägt. Eine Beobachtung, die wir durchaus auch in der Schweiz und Deutschland machen können.

Warum Lehrer aussteigen: »Ich habe das Gefühl, in einer Höhle gelebt zu haben«

Die Drittelsregel galt bis anhin in der Schweiz: Ein Drittel der Lehrkräfte tritt den Beruf gar nicht erst an, ein weiteres Drittel verlässt die Schulstuben nach zwei bis drei Jahren. Ein Drittel bleibt. In Deutschland geniessen die Lehrkräfte grosse Privilegien, weshalb die grosse Kündigungswelle bisher wohl ausgeblieben ist. Ein Artikel im Spiegel zeigt nun, dass es auch in Deutschlands Schulen Absetzbewegungen gibt.

Typisch Lehrer?

Unser frischgebackener Pensionär und Condorcet-Autor, Alain Pichard, macht zurzeit (Not-)Stellvertretungen. Dabei hat er eine chaotische Situation erlebt, die ihn an eine Geschichte aus seiner Lehrerzeit erinnert. Sein Beitrag rührt aber auch ein unbequemes Thema an. Es geht um die Zuverlässigkeit der Lehrkräfte.