Ex-Bildungsminister Brodkorb im Interview mit der Sonntagszeitung
«Wir haben die schlechtesten Schülerleistungen aller Zeiten»
Der bekennende Linke Mathias Brodkorb erklärt, warum die «Gleichheitsideologie» in der Bildungsdebatte den Schulen mehr schade als nütze – und er sagt, welche Schulen die Kinder heute brauchen. Das Interview führte die Journalistin Nadja Pastega für die Sonntagszeitung.
Eine Antwort auf das Interview mit Frau Maag Merki
Es kann nicht sein, was nicht sein darf
Frau Maag Merki, Professorin für Erziehungswissenschaften an der Universität Zürich, ist eine unermüdliche Kämpferin für Inklusion, Abschaffung der Selektion und Chancengleichheit. Ihre Thesen durfte sie kürzlich in einem Interview in der Migros-Zeitung darlegen. Condorcet-Autor Felix Schmutz hat das weitgehend unkritische Gespräch gelesen und schreibt der Professorin eine Antwort.
Reaktion auf eine Titelgeschichte der Tamedia
Schulkinder werden nicht aussortiert – sie sind kein Wegwerfmaterial
Der Schweizerische Schulleiterverband will drei störende Einrichtungen in unserem Schulsystem abschaffen: Die Selektion, die Noten und die Hausaufgaben. Mit viel Geld der Mercatorstiftung lanciert sie regelmässig und zuverlässig erfolglos immer wieder Pressekampagnen, welche diesen Zielen zum Durchbruch verhelfen sollen. Dabei wird die Wortwahl immer greller. Fleissig unterstützt von der Tamedia wird nun das Wort “Aussortieren” in die Schlagzeilen gehypt. Ein feiner Seitenhieb auf die vielen Reallehrer, welche diese “Aussortierten” unterrichten und ihnen zu einer Lehrstelle verhelfen. Condorcet-Autor Carl Bossard schreib der Chefradaktorin Raphaela Birrer einen Brief, den wir hier gerne aufschalten.
Mathias Brodkorb (SPD) über PISA, Leistungsabfall und sein neues Buch
Wir leiden unter einem Gleichheitswahn
Der bekennende Sozialdemokrat und ehemalige Minister des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, Mathias Brodkorb, ist im Condorcet-Blog kein Unbekannter. Als Gastautor hat er schon zwei Artikel für uns geschrieben. Kürzlich veröffentlichte er mit Klaus Zierer das Buch “Tyrannei der Gleichheit”. Der Plattform “based” gab er kürzlich ein Interview. So viel vorweg: Dieses Interview sollte man sich von der ersten bis zur letzten Sekunde anhören. Gerade für linke Bildungsinteressierte birgt es ein Feuerwerk an Fakten, Thesen und Meinungen.
Interview mit Professor Roland Reichenbach
«Lehrperson ist wichtigster Faktor für Lernerfolg»
Die Elternzeitung “Fritz und Fränzi” veröffentlicht immer wieder Texte und Dossiers zur Schule und zum Lernen. Dabei bediente sie in Vergangenheit oft die im Mainstream angesagte Reformrhetorik. Nun hat die stellvertretende Chefredakteurin des Magazins, Evelin Hartmann, den bekannten Pädagogikprofessor Roland Reichenbach mit vielen Glaubensätzen dieser angeblich progressiven Pädagogik konfrontiert. Und Roland Reichenbach, der auch schon im Condorcet-Blog publizierte, antwortete klar und deutlich. Ein spannendes Gespräch über Privilegien, Wirksamkeit und die Rolle der Lehrpersonen.
Chancengleichheit
In der Schweiz zählt Herkunft mehr als Leistung – wirklich?
Fast pausenlos werfen die Gegner der schulischen Gliederung unserem Schulsystem vor, es produziere Ungerechtigkeit. Herkunft zähle mehr als Leistung. Das Institut für Wirtschaftspolitik zeichnet nun ein faktenbasiertes und differenziertes Bild der Wirklichkeit.
Nochmals eine Buchbesprechung von Roland Reichenbachs Essay
Wenn Bildungsreformen Privilegierte bevorteilen
Nach der positiven Kritik von Roland Reichenbachs Essay durch Condorcet-Autor Felix Schmutz, hat sich nun auch Carl Bossard dieses Textes angenommen und beleuchtet ihn aus einem anderen Blickwinkel. Bildungsgerechtigkeit! Ein grosses Wort. Bildungsforscher führen es gerne im Mund – als Imperativ für Schulreformen! Doch der radikale Umbau des Unterrichts hat eher das Gegenteil bewirkt. Roland Reichenbachs kluger Essay erhellt die Zusammenhänge.
Die schulische Sekektion
Vom 19. ins 21. Jahrhundert: Ist das selektive Schulsystem auf der Sekundarstufe I noch zeitgemäss?
Der ehemalige Schulkommissionspräsident der Stadt , Hanspeter Stalder, fordert in seinem Beitrag, dass der Kanton Bern endlich die Selektion überwindet und für alle die gleichen Übertrittsregelungen gelten.
Chancengerechtigkeit
Bietet die Schule allen eine gerechte Chance?
In den ersten Monaten 2024 häuften sich in den Medien die Klagen über das ungerechte Schulsystem der Schweiz. Zuletzt zitiert das Basler Schulblatt den PH-Dozenten Markus Neuenschwander: “… es ist ungerecht, wenn die soziale Herkunft die Leistung mitbestimmt…” (1) Als Vorbild werden die skandinavischen Länder genannt, die mit ihrer Bildungspolitik mehr Chancengerechtigkeit bewirken könnten. Wer die Abschaffung der Selektion begrüsst, müsste sicherstellen, dass man sich damit nicht mehr Nachteile als Vorteile einhandelt. Insbesondere sollte gewährleistet sein, dass die immer noch beachtlich gute Leistungsbilanz der Schweizer Schulen erhalten bleibt, analysiert Condorcet-Autor Felix Schmutz.
Newsletter der Starken Volksschule Zürich
Kernfrage der Bildung: Was sollen die Schüler lernen und wie lernen sie am besten?
Für den aktuellen und hier publizierten Newsletter der Starken Volksschule zeigt sich die Berufsschullehrerin Marianne Wüthrich verantwortlich. Sie greift die Themen der letzten beiden Wochen auf: Handyverbot, die Bildungsoffensive der Theoretiker in den Büros der Bildungsbürokratie, die konstante Benachteiligung der unterprivilegierten Schichten und die verhängnisvollen Effekte einer falsch verstandenen Selbststeuerung des Schülers.
