Mail von Harald Martenstein
Ein Land, in dem die Vögel keine Eier legen
Der brillante Kolumnist Harald Martenstein schrieb in der Bild-Zeitung eine Mail an Frau Silke Müller, Buchautorin und Schulleiterin in Deutschland.
Lesekompetenz: Was im Unterricht möglich ist, wenn man Prioritäten setzt
Es braucht Lehrer und Lehrerinnen, die eine Leidenschaft fürs Lesen haben
Dieser Beitrag wurde bereits anlässlich der PISA-Erhebung 2022 im Condorcet-Blog veröffentlicht. Wir schalten ihn hier noch einmaö auf, weil er nichts von seiner Aktualität verloren hat. Die Veröffentlichung der aktuellen PISA-Resultate, die – wieder einmal – offengelegt hat, dass nun sogar 28% unserer Schülerinnen und Schüler nach der obligatorischen Schulzeit einfachste Texte nicht verstehen kann, hat eine Flut von Artikeln und Kommentaren ausgelöst. Gefragt sind dabei vor allem Einschätzungen von Bildungsforschern, Journalistinnen, PH-Dozenten oder Verbandsfunktionären. Höchste Zeit, einmal eine Person aus der Praxis zu Worte kommen zu lassen. Yasemin Dinekli, Redaktionsmitglied und Präsidentin des Condorcet-Trägervereins, hat sich mit der ehemaligen Schulleiterin aus Biel, Ruth Wiederkehr, unterhalten. Ruth Wiederkehr arbeitete bis Sommer 23 im Oberstufenzentrum Mett-Bözingen in Biel. In dieser Schule sitzen Real- und Sekundarschüler und Schülerinnen ausser in den Niveau-Fächern in derselben Klasse. Im Deutschunterricht bleiben sie zusammen. Diese Schule zeigt, dass man dieser Entwicklung auch unter schwierigen Umständen – der Migrantionsanteil beträgt 80% – mit Unterricht entgegenhalten kann. Es braucht Fachwissen und den Mut Prioritäten zu setzen.
Bildungsreformen
Die unguten Folgen der extern gesteuerten Bildungsreform in der Schweiz
Die Schulentwicklung in der Schweiz ist offenkundig in eine Sackgasse geraten. Es ist an der Zeit, von den politischen Verantwortlichen einen Marschhalt zu verlangen und sich auf Bewährtes zurückzubesinnen, rät Beat Kissling, ehem. Gymnasiallehrer, Therapeut und Erziehungswissenschaftler. Diese Text wurde in der NZZ publiziert.
Bedeutung des Sprachenlernens
Sprache als Bildungsaufgabe der Demokratie
Immer mehr Texte werden in «leichter Sprache» angeboten – von Behördeninformationen bis zu Klassikern der Literatur. Die Absicht ist ehrenwert: möglichst viele Menschen sollen verstehen, was geschrieben steht. Doch die Vereinfachung wirft eine grundsätzliche Frage auf: Was geht verloren, wenn Sprache nur noch leicht sein soll?, fragt Condorcet-Autor Carl Bossard.
Leseförderung ja, aber wie? - 2. Teil
Didaktische Überlegungen für die Praxis der Leseförderung
Endlich wieder ein didaktischer Beitrag für die Praxis. Im ersten Teil von Leseförderung ja aber wie? (4. März 2025) stellte Condorcet-Autor Felix Schmutz das Konzept der PHs und Bildungsbehörden vor, die Leseförderung in Schulen implementieren wollen. Nach seiner nicht unkritischen Analyse gibt der ehenmalige Lehrer einige konkrete didaktischen Anweisungen, die im Unterricht funktionieren könnten.
Condorcet-Autor Alain Pichard kandidiert noch einmal für den bernischen Grossen Rat
Die Arbeit hier ist noch nicht ganz zu Ende
Es ist selbstverständlich, dass wir unserem Mitbegründer des Condorcet-Blogs, Alain Pichard, der noch einmal für den Grossen Rat kandidiert, hier eine Plattform geben. Ein Gespräch über die Möglichkeiten der Parlamentsarbeit, Prioritäten und sein Motto: Die Schule wieder auf die Füsse stellen.
Muss Lesen Spass machen?
Spassbremse beim Lesen
Der Sekundarlehrer und Condorcet-Autor Urs Kalberer fordert in seinem Beitrag die Leserinnen und Leser unseres Blogs dazu auf, den Leseproblemen realistisch zu begegnen.
Condorcet-Autor Alain Pichard unterrichtet Frühfranzösisch
«Ich warte nur darauf, bis uns ein Schüler mal verklagt»
GLP-Grossrat Alain Pichard will Frühfranzösisch abschaffen und unterrichtet als bald 70-jähriger in Pieterlen eine 3. Klasse. Das BT besuchte ihn beim Französisch-Unterricht und löcherte ihn auf Deutsch. Das Interview ist im Bieler Tagblatt erschienen und wurde von Werner De Schepper geführt.
Zitat der Woche
Lutz Jäncke –
Das Zitat der Woche stammt aus der Feder des Neuropsychologen und kognitiven Neurowissenschaftlers Lutz Jäncke, emer. Professor der Universität Zürich. Immerhin eine Stimme, welche den Skandal der 25% Illetristen, die unser Schulsystem entlässt, nicht einfach hinnimmt, sondern als inakzeptabel erachtet.
Alain Pichard im Telebielingue
“Die dümmste Reform ever”
Im Talk des Regionalsenders “Telebielingue” erklärt Alain Pichard noch einmal, warum er das Frühfranzösisch für ein der unsinnigsten Reformen hält. Ein 10.minütiges Feuerwerk.
