Die Tagung der Gesellschaft Bildung und Wissen - mit Programm - 17.-18. April 2026
Auf nach Bonn! Bildungsgrätsche!
Regelmässige Leserinnen und Leser des Condorcet-Blogs wissen es natürlich schon länger. Viele Autorinnen und Autoren, die bei uns veröffentlichen sind Mitglied der Gesellschaft Bildung und Wissen, eine Vereinigung, die eine ähnliche Entstehungsgeschichte wie die unsrige hat. Sie wurde als geistiger Gegenpol zur Reformmanie der 2000er-Jahre gegründet und organisiert immer wieder hochkarätige Veranstaltungen, die sich mit der gegenwärtigen Bildungspolitik beschäftigen. Und Jochen Krautz – Präsident der Gesellschaft – schickte uns noch einen zusätzlichen Motivationsschub: “Bonn ist eine Reise wert”!
Unterricht im Umbruch
Mehr Freiheit, weniger Gleichschritt in immer mehr Schulen
Eine dreiviertel Stunde Unterricht, fünf Minuten Pause, ein Lehrplan für alle – für Judith Holle steht dieses Modell sinnbildlich für ein System, das an seine Grenzen stößt. Kurz vor dem Berliner “Zukunftsforum Lernbegleitung” wirbt die Geschäftsführerin der Bildungsorganisation “Bewirken” für eine grundlegende Neuausrichtung von Schule: weg vom starren Takt, hin zu individuellen Lernprozessen, neuen Rollen für Lehrkräfte und einer systematischen Fortbildung in Zeiten rasanter technologischer Entwicklungen.
Fussballsensation durch Norwegen
Die ganze Schweiz wartet auf den Kommentar des Sportsoziologen Wampfler
Nach dem sensationellen Sieg der norwegischen Dorfmannschaft über das grosse Inter Mailand, wartet die ganze Schweiz auf die Bezüge unseres Sportkenners und Bildungsexperten Philipp Wampfler.
Neuerungen an Schulen, die den Unterricht nicht verbessern
Lehrpersonen machen es aus – nicht Reformen
Was haben all die Reformen der der letzten zwei Jahrzehnte gebracht? Es erstaunt, dass die Promoter der Neuerungsrhetorik uns einst eine evidenzbasierte Bildungspolitik predigten, und heute, da die Evidenzen die Heilsversprechungen eher widerlegen, konsequent schweigen. Nicht schweigen tut hingegen unser Condorcet-Autor Carl Bossard.
Veranstaltungshinweis: Tagung der Gesellschaft für Bildung und Wissen
Die Bildungs-Grätsche – GBW-Tagung 17.&18.04.2026, Universität Bonn
Nach der Tagung in Augsburg 2024 lädt die Gesellschaft Bildung und Wissen zu einer weiteren Tagung in Bonn ein. Es erwarten Sie starke Redner, viel Erkenntnisgewinn und spannende Debatten.
Newsletter Starke Volksschule Zürich
Götterdämmerung bei den Schulreformen
Wenn eine grosse Partei wie die SVP sich ernsthaft der Bildungspolitik annimmt und gängige Vorstellungen über eine fortschrittliche Pädagogik infrage stellt, wird es spannend. Vieles was jahrelang als Sprung nach vorn gefeiert wurde, wird nun sogar beim LCH mit einem grossen Fragezeichen versehen. Es ist wieder salonfähig, über die mit ideologischem Eifer vorangetriebene Totalintegration zu diskutieren. Man distanziert sich vom überzogenen Mehrsprachenkonzept der Primarschule und empfindet die Überfülle des neuen Lehrplans als belastend für den Grundauftrag der Volksschule. Auch die neue Rolle der Lehrpersonen als Begleiterinnen und Begleiter möglichst selbständig ausgeführter Lernprozesse steht unter kritischer Beobachtung.
Interview mit Carl Bossard
Wir haben die Volksschule inhaltlich zerdehnt
Condorcet-Autor Carl Bossard hat dem IWP (Institut für Wirtschaftspolitik) ein Interview gegeben. Im Gespräch mit René Scheu äussert sich Carl Bossard über Lerncoaches, Lehrplan 21 und die zunehmende Entfremdung zwischen den Pädagogischen Hochschulen und der Praxis.
Zum Rücktritt der Baselbieter Bildungsdirektorin
Herzlichen Dank, Monica Gschwind!
Zum Jahreswechsel tritt Monica Gschwind nach zehneinhalb Jahren von ihrem Amt zurück. Mit dem Lehrerinnen- und Lehrerverein Baselland (LVB) hat sie eng und oft erfolgreich zusammengearbeitet. LVB-Präsident Philipp Loretz würdigt eine Politikerin, die mit ihrer Hartnäckigkeit, der Gabe zum Zuhören, dem Willen zum genauen Verstehen und einem Selbstverständnis ohne autoritäre Selbstgefälligkeit eine absolute Ausnahmeerscheinung bleiben dürfte. Leider.
Pisa-Absturz, Studienabbrüche, Patent-Verlust:
Deutschland verliert sein wichtigstes Kapital
15-Jährige können nicht lesen, Studienanfänger nicht studieren. Dabei brauchen wir keine 54 Prozent Abiturienten. Wir brauchen die Besten der Besten. Wir bringen einen Beitrag, der zuerst in der Berliner Zeitung (BLZ) erschienen ist.
Literatur
Lesen in unruhigen Zeiten
“Gewaltig endet so das Jahr”: Damit beginnt Georg Trakls Gedicht “Verklärter Herbst”. Aber wer liest so etwas noch? Das ist ein Gedicht, und lyrische Werke haben einen schweren Stand in der deutschen Leselandschaft, zumal wenn sie in einer anspruchsvollen Sprache geschrieben sind. Wir bringen einen (leicht gekürzten) Beitrag von Peter J. Brenner vom Institut für Medienevaluation, Schulentwicklung und Wissenschaftsberatung (IMSW).
