Der Condorcet-Blog als Klagemauer
Wie handeln, wenn sich Leute mit Informationen an uns wenden?
In den letzten Jahrzehnten hat ein fundamentaler Umbruch im Bildungssystem stattgefunden. Und der hat sich keineswegs nur auf die pädagogische Ebene beschränkt. Der Wandel betraf auch die anstellungsrechtliche Organisationsstruktur und die Änderung der Rechtsnormen. Die Folge davon ist, dass seit der Gründung unseres Blogs vor sieben Jahren, wir immer wieder Anfragen, Hilfegesuche oder Informationen von Leuten erhalten, die im Bildungsbereich tätig sind. Auch Eltern schicken uns immer wieder Dokumente, die in unserer Redaktion ungläubiges Kopfschütteln auslösen. Wie wir damit umgehen, zeigt Condorcet-Autor Alain Pichard im nachfolgenden Beitrag.
Das Basler Erziehungsdepartement krebst zurück – Leserbriefe erlaubt
Das Erziehungsdepartement (ED) hat wohl schnell realisiert, dass ihr Schreiben „Weisung Medienkontakte“ vom November 2021 in unserem direktdemokratischen System den Bogen überspannt: Gerade die Meinungs- und Pressefreiheit geniessen in der Schweiz einen sehr hohen Stellenwert. In der Weisung des ED wird den Lehrpersonen und Schulleitungsmitgliedern kategorisch untersagt, Journalistinnen und Journalisten Interviews zu erteilen. Unzweideutig steht in diesem Schreiben: «Lehr- und Fachpersonen dürfen Medienvertretungen (Presse, Radio, Fernsehen) keine Auskünfte über Schulfragen geben. Der Condorcet-Blog hat darüber berichtet. Lena Bubendorf und Kathrin Zimmermann von der Starken Schule beider Basel haben beim Kommunikationsleiter der Stadt Basel nachgefragt. Dieser beschwichtigt: Ein Missverständnis!
