30. Oktober 2026

Grosse Denker und Denkerinnen: Heute – Philipp Wampfler

Philipp Wampfler ist im Condorcet-Blog kein Unbekannter. Der bekennende Fan digitalisierter Lerninhalte lieferte sich mit Professor Lankau aus Offenburg schon einen intensiven Disput über den Sinn oder Unsinn der digitalen Bildungsoffensive. Nun macht er mit einem weiteren Anliegen auf sich aufmerksam: Er weigert sich, Dürrenmatt zu lesen, weil in dem Text das N-Wort vorkommt.

Philippe Wampfler Lehrer in der Kantonsschule Enge und Experte für Lernen mit Neuen Medien. Mai 2020

Ich werde «Die Physiker» so lange mit Schüler*innen nicht lesen, bis der @diogenes-verlag eine zeitgemässe Ausgabe herausbringt.  (Quelle: Twitter)

Die Reaktion des Verlags: Eine separate Version nur für die Schulen – ganz ohne rassistische Äusserungen – will der Verlag nicht herausgeben. «Wir finden, es wäre nicht sinnvoll, zwei verschiedene Fassungen zu publizieren.»

image_pdfAls PDF herunterladen

Verwandte Artikel

Wie kann man ChatGPT nur in der Schule einsetzen?

Die Lehrer Bob Blume und Patrick Bronner nutzen KI im Unterricht. Die Bildungsexperten Gottfried Böhme und Ralf Lankau, Condorcet-Autor, kritisieren das. Die Kontrahenden wurden von der FAZ zum Streitgespräch gebeten. Moderiert wurde das Gespräch vom Journalisten Uwe Ebbinghaus.

Die Zahl des Monats: 36’600

Oft wird argumentiert, dass der digitale Unterricht Kosten einsparen würde. Eine Studie der GEW behauptet, dass der nicht hinlänglich sichergestellte IT-Support sich als Achillesferse des Digitalpakts in Deutschland erweisen könne (GEW, 2019).

4 Kommentare

  1. Heute benutzen wir das N-Wort nicht mehr, früher wurde es noch verwendet. Auch wenn wir mit unserem heutigen Wissen verstanden haben, dass die Verwendung des N-Wortes einen rassistischen Hintergrund hatte, so ist dies Geschichts- und somit Tatsachenveränderung, wenn wir Bücher so abändern. Man kann Bücher mit Vorwörtern etc. versehen, aber Bücher so umzuschreiben, halte ich für falsch.

  2. Wer als Deutschlehrer nicht in der Lage ist, ein Werk im Kontext der Zeit, in der es geschrieben wurde, den Schülern zu vermitteln, hat aus meiner Sicht etwas Grundlegendes nicht verstanden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert