27. Januar 2021

Rassismus

Ich war arm, wurde aber reich an Erfahrung!

Sylvie Jacques, eine schweizerisch-afrikanische Schülerin, besuchte ihr letztes Schuljahr am OSZ-Orpund. Am Schluss ihres Schuljahres zog sie Bilanz und hinterliess uns ein eindrucksvolles Dokument, das wir mit dem Einverständnis der Autorin hier veröffentlichen. Sylvie Jacques macht zurzeit eine Kochlehre. Es handelt sich um eine gekürzte Version, die Namen wurden anonymisiert und sind der Redaktion bekannt. Abgesehen davon, dass diese junge Frau in ihrem Text zeigt, wie gut sie Deutsch gelernt hat, so zeigt ihr Erfahrungsbericht auch, jenseits aller polemischen und intellektuellen Diskussionen über Rassismus, wie komplex die Situation unserer Migrantenkinder oder der andersfarbigen Schülerinnen und Schüler ist. Sylvie Jacques wird übrigens ihre Kochlehre dieses Jahr abschliessen.

Reinste Ressentimentforschung

Condorcet-Autor Hanspeter Amstutz hat sich mit dem Vorwurf der beiden Rassismus-Expertinnen auseinandergesetzt. Mit den kritisierten Lehrmitteln hat er selber unterrichtet und kann die Vorwürfe nicht nachvollziehen. Seiner Meinung nach liegen die Probleme ganz woanders.

Skandalöse Lehrmittel oder plumpe Ressentimentforschung?

Rassismus an Schulen ist nicht tolerierbar. Deshalb hat die Redaktion des Condorcet-Blogs auch sofort reagiert, als die beiden Expertinnen für Anti-Rassismus und Bildung (so sieht es der Blick), Rahel El-Maawi und Abou Shoak, im Sonntagsblick erklärten, dass Rassismus in unseren Schulbüchern omnipräsent sei. Sie bot den Autorinnen an, ihre Ergebnisse auf dem Condorcet-Blog zu begründen. Dies ist bis anhin noch nicht erfolgt. Eine Erklärung der Redaktion.

Monumentale Missverständnisse

Konrad Paul Liessmann ist Professor für Methoden der Vermittlung von Philosophie und Ethik an der Universität Wien. Er ist auch Mitglied der GBW und ein prominenter Kritiker der Kompetenzorientierung. In seinem Beitrag macht er sich Gedanken über die Demolierung von Denkmälern und fragt nach dem Geschichtsbild der Akteure. Sein Beitrag erschien zuerst in der NZZ (Dienstag, 16.6.20).