Neue Berechnung der Bildungsausgaben durch Avenir Suisse
Fast 38’000 Fr. pro Schüler in der Stadt Basel. Doppel so viel wie das Wallis.
Eine neue Studie von «Avenir Suisse» bringt neue Zahlen zum kantonalen Vergleich bei den Bildungsausgaben. Der Condorcet-Blog hat immer wieder auf die massiven Ungleichheiten hingewiesen und sie im Vergleich zu den Bildungsleistungen (gemäss ÜGK) gesetzt. Die neusten Zahlen sind grundsätzlich nicht überraschend. Das Ausmass der Ungleichheit, welche die aktuellste Statistik zeigt, ist allerdings grotesk. Gerade angesichts der massiv steigenden Bildungsausgaben ist eine Vergleichbarkeit zentral. Denn das «Labor Föderalismus» nützt nur, wenn man die Bildungsysteme und ihre Schwerpunkte analysiert, auswertet und anschliessend bereit ist, von den anderen zu lernen. Condorcet-Autor Alain Pichard fasst zusammen.
Wenn alle Kantone dasselbe machen, lernt niemand mehr
Die verstärkte Harmonisierung im Schulwesen verringert das Innovationspotenzial
Noch geniessen die meisten Schülerinnen und Schüler Sommerferien. Mitte August aber beginnt schon wieder der Schulalltag. In der Berner Gemeinde Belp startet damit ein Pilotprojekt: vier ganztägige Unterrichtstage pro Woche und dafür lediglich sechs Wochen Ferien. Die Projektidee sorgte bereits vor über einem halben Jahr für grosses öffentliches Interesse und mediales Aufsehen. Dieser Beitrag ist zuerst in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) erschienen.
Zitat der Woche
Der US-Ökonom Wallace Oates: Föderalismus im Bildungsbereich
In einem klugen Beitrag setzt sich Melanie Häner-Müller in der NZZ (2.8.26 – Wenn alle Kantone dasselbe machen, lernt niemand mehr) für den Föderalismus im Bildungsbereich ein. Unter anderem zitiert sie den US-amerikanischen Ökonomen Wallace Oates und sein Dezentralisierungstheorem, das wir hier zum Zitat der Woche auserwählen.
Soeben hereingekommen: Grosser Rat will sich vom Schulverlag plus trennen
Das Kantonsparlament beschliesst den Ausstieg aus der Besitzbeteiligung des Schulverlags plus. Nicht zur Freude der Erziehungsdirektion.
Die verkehrte Welt der EDK
Während die PISA-Studien mit grosser Regelmässigkeit belegen, dass unsere Schülerinnen und Schüler in Mathematik zur Weltspitze gehören, jedoch im Lesen nur Mittelmass bilden, verkündet die EDK als Hauptergebnis ihrer ersten nationalen Überprüfung der Grundkompetenzen das schiere Gegenteil. Kann man sich einen Reim darauf machen? Condorcet-Autor Walter Herzog weist in seiner Analyse auf brisante Tatsachen hin, welche der EDK ein denkbar schlechtes Zeugnis ausstellen. Wer sich die Herausforderung der längeren Lektüre nicht zumuten will, dem empfehlen wir die Zusammenfassung unseres Autors Felix Schmutz im Anschluss an diesen Beitrag.
