18. Januar 2026

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«Ein Kind, das alles ohne Gegenleistung bekommt, wird nicht gestärkt»

Die Zahlen, die das Bundesamt für Statistik (BFS) diese Woche veröffentlicht hat, geben zu denken: Psychische Störungen waren die häufigste Ursache für eine Hospitalisierung bei den 10- bis 24-Jährigen (knapp 20’000 Fälle). Vor allem der Anstieg von 26 Prozent bei den Mädchen und jungen Frauen nannte das BFS «beispiellos» (der Anstieg bei den gleichaltrigen Männern betrug 6 Prozent). Die SonntagsZeitung führte ein Interview mit der Psychologin und Heilpädagogin Eliane Perret, die mehr als 30 Jahre lang an einer Schule für Kinder und Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten unterrichtete. Eliane Perret ist auch in unserem Blog keine Unbekannte. Zusammen mit dem Heilpädagogen und Condorcet-Autor Riccardo Bonfranchi hat sie vor kurzem ein Buch zum Thema Integration geschrieben (https://condorcet.ch/2022/11/welche-bildungschancen-haben-kinder-und-jugendliche-mit-behinderungen/).

Sehnsucht nach der ganz normalen Schule

Die Schule ist zu einer Therapieanstalt verkommen. Das verdirbt den Kindern nicht nur den Spass, es versperrt auch den Blick auf das, was Schule sein sollte: Ein Ort des Lernens, Wetteiferns, des Umfallens, des Wiederaufstehens, der Sozialisierung und nicht zuletzt der Emanzipation. Erinnerungen der Condorcet-Autorin Claudia Wirz, einer ehedem ganz normalen Schülerin, die froh ist, dass sie nicht heute zur Schule gehen muss.

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