18. Januar 2026

Zahl des Monats: 976’105

Es lohnt sich immer wieder, den Bildungsbericht Schweiz zu lesen. Unsere Redaktion stellt Ihnen einige Zahlen daraus vor.

Die Zahl der Kinder, die die obligatorische Schule besuchen, ist mit 976’105 Kinder so hoch wie noch nie (Stand Februar 2022). 157’505 Kinder gehen jetzt in die Zürcher Volksschule – 4’390 mehr als im Vorjahr. Zürich musste dafür 134 neue Schulklassen eröffnen und entsprechend Lehrer neu anstellen, Schulzimmer und Nebenräume einrichten sowie Turnhallen zur Verfügung stellen. Der Kanton Bern unterrichtet seit Montag vor einer Woche 2’500 Kinder mehr als im Vorjahr, in den beiden Basel sind 1’049 Kinder mehr in der Primar- oder Sekundarschule unterwegs.

Die Pädagogischen Hochschulen haben dafür Lehrer wie kaum zuvor ausgebildet. Gemäss dem Bildungsbericht Schweiz der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung ist die Anzahl Studierender an PHs zwischen 2006 und 2016 von 11’000 auf über 20’000 angewachsen.

Zürich hat dafür dieses Jahr 533,8 neue Stellen im Bildungsbereich geschaffen. Das macht ein neuer Lehrer auf acht neue Kinder.
Als eine Lehrerin aus einem kleinen Baselbieter Dorf vor 20 Jahren ihre Stelle antrat, waren fünf Lehrer für 70 Kinder im Dorfschulhaus zuständig. Heute stehen 15 Lehrer, Sozialpädagogen, Deutsch-als-Zweitsprache-Lehrer und so weiter auf der Lohnliste der Gemeinde und sind noch für bloss 50 Kinder zuständig.
Vor zwanzig Jahren waren noch 207’000 Schüler in der Schweiz fremdsprachig. Heute sind es bereits 325’000. Knapp ein Drittel der Erst- und Zweitklässler der Primarschule des Schuljahrs 2020/2021 spricht zu Hause kein Deutsch
Quellen:
Bundesamt für Statistik
Bildungsbericht Schweiz
Basler Zeitung
image_pdfAls PDF herunterladen

Verwandte Artikel

Grosse Unterschiede bei der Anzahl der Maturabgänger/-innen

Die Anzahl Schüler/-innen, welche ihre Schulausbildung mit der Matura abschliessen, variiert von Kanton zu Kanton stark: Während beispielsweise im ländlichen Kanton Glarus gerade mal 12.2% die Matura bestehen, sind es im Universitätskanton Basel-Stadt 29.8% und im Baselbiet 22.9%. Spitzenreiter ist Genf mit 33.7%. Saskia Olsson von der Starken Schule beider Basel ordnet diese Zahlen ein.

Ein Buch lesen? Ganz?!

Erstaunlich viele Menschen scheitern heute an langen Texten. Das hat Folgen für ihre Gehirne und die Universitäten. Wie der Geisteselite ihre Kulturtechnik abhandenkommt. Den Zeit-Journalisten Anant Agarwala und Martin Spielwak gelang mit diesem Beitrag eine beeindruckende Recherche, die viele Aspekte der “Lesekrise” behandelt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert