Effektiv unterrichten – von Klaus Zierer

Prof. Dr. Klaus Zierer, Ordinarius für Schulpädagogik an der Universität Augsburg, gilt im deutschsprachigen Raum als der führende Hattie-Experte. Zudem bringt er sich regelmässig in bildungspolitische Debatten ein und gilt als einer der einflussreichsten Schulpädagogen in Deutschland. In diesem Vortrag fordert er eine bildungsphilosophischen Fundierung des Diskurses und deren Absicherung durch Ergebnisse der empirischen Bildungsforschung. Er räumt auch mit vielen Mythen in der gegenwärtigen Bildungsdebatte auf, die namentlich von PH-Kreisen munter kolportiert werden.

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Viele Schulen setzen auf individualisiertes, selbstgesteuertes oder personalisiertes Lernen – in der Hoffnung, jedem Kind damit bestmögliche Lernchancen zu eröffnen. Doch der neuseeländische Bildungsforscher John Hattie warnt: Zu viel Eigensteuerung kann das Lernen eher bremsen als beflügeln. Er plädiert für ein “maßgeschneidertes Lernen”, das auf professioneller Diagnostik und gemeinschaftlichem Lernen basiert.

Selbstgesteuertes Lernen, ein fragwürdiges Konzept?

Unter dem Titel “Selbstgesteuertes Lernen, ein fragwürdiges Konzept?” sendete SWF Kultur in der Aula vom 30. Juni 2019 um 08.30 Uhr einen Vortrag der Freiburger Erziehungswissenschaftlerin Nicol Vidal (BRD). Ihre Überlegungen gehen von einem Schulbesuch aus, bei dem sie eine jahrgangsübergreifende Klasse des 3. und 4. Schuljahres beobachtete, die selbstorganisiert an Lernposten das Sachthema Brücken bearbeitete. Condorcet-Autor Felix Schmutz hat die Sendung gehört und für Sie zusammengefasst.

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