Konflikte von Lehrpersonen und Eltern mit Schulleitungen und Behörden
Etwas Mut braucht es halt schon
Liebe Leserinnen und Leser in den folgenden Zeilen möchte ich Ihnen einen Auszug aus einigen Kontaktaufnahmen und Hilfegesuchen anonymisiert schildern, mit denen die Redaktion und vor allem auch ich selbst konfrontiert wurde. Namen sind geändert. Der Artikel am Wandbrett Ein langjähriger Kollege in einem Schulhaus im Kanton Bern hängt einen kritischen Artikel von mir am […]
Kommentar zu einem Erfahrungsbericht
Wenn Alarmglocken stumm bleiben
Ein Aushilfslehrer schildert im Schweizer Monat verstörende Erfahrungen aus dem Schulalltag: schwierige Klassen, erschöpfte Lehrkräfte, eine Pädagogik auf der Flucht vor Autorität. Erstaunlich ist nicht nur der Bericht. Erstaunlich ist vor allem das Schweigen darauf, meint Condorcet-Autor Carl Bossard.
Der Condorcet-Blog als Klagemauer
Wie handeln, wenn sich Leute mit Informationen an uns wenden?
In den letzten Jahrzehnten hat ein fundamentaler Umbruch im Bildungssystem stattgefunden. Und der hat sich keineswegs nur auf die pädagogische Ebene beschränkt. Der Wandel betraf auch die anstellungsrechtliche Organisationsstruktur und die Änderung der Rechtsnormen. Die Folge davon ist, dass seit der Gründung unseres Blogs vor sieben Jahren, wir immer wieder Anfragen, Hilfegesuche oder Informationen von Leuten erhalten, die im Bildungsbereich tätig sind. Auch Eltern schicken uns immer wieder Dokumente, die in unserer Redaktion ungläubiges Kopfschütteln auslösen. Wie wir damit umgehen, zeigt Condorcet-Autor Alain Pichard im nachfolgenden Beitrag.
Der Zürcher Kantonsrat setzt die Förderklasseninitiative um
Förderklassen: Die rot-grüne Bildungsblase sollte ihren Widerstand gegen vernünftige Lösungen aufgeben
Regelklassen entlasten, besonders schwierige Kinder in Kleingruppen unterrichten: In Zürich wird das bald per Gesetz festgeschrieben sein. Schulverantwortliche sollten den Willen der Initianten nicht hintertreiben. Der NZZ-Journalist Robin Schwarzenbach findet klare Worte.
Antwort auf Mario Gerwigs Beitrag zur Leitbildarbeit
Das Leitbild als pädagogisches Credo
Condorcet-Autor Felix Schmutz hat den Beitrag von Mario Gerwig (Das Leitbild einer Schule ist kein Projektpapier, 4.4.26) mit Interesse gelesen. In seiner Antwort beschreibt er, um was es bei der Leitbilddiskussion geht und wo sie zwangsläufig scheitern muss.
Schulleitungen
Coach oder Chef?
Seit der Einführung des Lehrplans 21 verlagert sich die angepeilte Unterrichtstätigkeit von Lehrpersonen immer mehr hin zum Coaching. Die Ausbildung angehender Lehrerinnen und Lehrer zielt stark in diese Richtung und predigt eine Abkehr vom Chef-Sein im Klassenzimmer. Vom Führen zum Begleiten also. Was ist davon zu halten? Wir geben unserem treuen Kommentator Daniel Viulliomenet für einmal einen Platz für einen längeren Artikel.
Controlling
Machtfülle der Schulleitungen – ein systemisches Risiko?
Schulleitungen verfügen in vielen Schweizer Kantonen über eine beispiellose operative Autonomie, die in dieser Form weder im öffentlichen Dienst noch in der Privatwirtschaft existiert. Doch wo Macht kaum kontrolliert wird, entstehen Risiken – wie der jüngste Fall an der Primarschule Allschwil wieder bestätigt. Es ist Zeit für Reformen, schreibt Gastautor Jürg Wiedemann.
Gewalt und Diskriminierung
“Komplettes Systemversagen”: Wurden Hilferufe von Lehrkräften jahrelang ignoriert?
Ein schwuler Lehrer wird bedroht, Kolleginnen schlagen Alarm, Eltern sprechen von einem Systemproblem – und dennoch passiert jahrelang nichts: Die Berliner Carl-Bolle-Grundschule steht im Zentrum schwerer Vorwürfe. Lehrkräfte berichten von Mobbing, Gewalt und Diskriminierung – und davon, dass Hilferufe ungehört verhallen. Wie konnte es so weit kommen? Und was muss sich ändern, damit Schule ein sicherer Ort für alle wird? Ein Bericht, der zuerst auf der Plattform News4teachers resp. in der Deutschen Presseagentur (dpa) erschienen ist.
"Ausgebrannt? Selber schuld!"
Wie eine Lehrkraft bitter-ironisch mit dem Schulsystem abrechnet
Marode Klassenräume, fehlender Lärmschutz und Stress durch Personalmangel – die schlechten Arbeitsbedingungen von Lehrkräften kennt auch Autorin Lilly Lempel nur zu gut. Seit ihrem Referendariat in den 90er Jahren arbeitet sie als Lehrerin in Deutschland und hat die Entwicklung direkt miterlebt. In ihrem nun veröffentlichten Buch “Ausgebrannt? – Selber schuld!” verarbeitet sie nicht nur satirisch die aktuellen Zustände, sondern vor allem das daraus entstandene Geschäftsmodell der Selbstoptimierung. Zielgruppe: erschöpfte Lehrkräfte. Ein Auszug.
Schulleitungen auf Abwegen
Haarsträubende Verwarnungen an Baselbieter Schulen
An diversen Schulen zeichnet sich eine höchst bedenkliche Entwicklung in der Personalführung ab: Lehrerinnen- und Lehrerverband Baselland (LVB) und Starke Schule beider Basel (SSbB) stellen insgesamt einen deutlichen Anstieg der Anzahl haarsträubender Verwarnungsandrohungen fest. Auch Fälle von tatsächlich ausgesprochenen Verwarnungen sowie Freistellungen sind bekannt geworden. Betroffen sind insbesondere langjährig erfahrene und verdiente Lehrpersonen, die von ihren Schulleitungen unter Druck gesetzt werden. Ein Bericht von Gastautor Jürg Wiedemann, Vorstand Starke Schule beider Basel.
