EDK

Starke Volksschule Zürich - Newsletter

EDK-Bildungsrhetorik und Schulrealität passen überhaupt nicht mehr zusammen

Die Liste der dringend zu lösenden Herausforderungen in der Volksschule ist lang. Das überladene Fremdsprachenkonzept, die dringend zu schliessenden Lücken im Deutsch, die forcierte schulische Integration, die Verzettelung durch stoffliche Überfülle und masslos gewordene Forderungen an den individualisierten Unterricht haben die Volksschule unter einen permanenten Überdruck gesetzt. – Doch was unternimmt die Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz, um aus der wenig erfreulichen Situation herauszukommen? Die Antwort ist ernüchternd: Man beschönigt, wartet auf weitere Bestätigungen durch neue Erhebungen und legt die Hände in den Schoss. Um den Anschein zu erwecken, dass man gut auf Kurs und nicht untätig sei, wird stets das hervorgehoben, was in unseren Schulen einigermassen rundläuft.

Frustrated student at a cluttered desk as a teacher shows an F, with a crossed-out Eiffel Tower and a Swiss flag in the background; two kids walk away with backpacks.
Eine aktualisierte Chronik über das Frühfranzösisch

Pleiten, Pech und Pannen oder wie uns eine Bildungsbürokratie einen monumentalen Irrtum mit immer neuen Argumenten schmackhaft machen will.

Nächste Woche wird das bernische Kantonsparlament über eine Verschiebung des Frühfranzösisch in die 5. Klasse abstimmen. Die Condorcet-Autoren Alain Pichard, Urs Kalberer und Felix Schmutz haben eine Zeitleiste des monumentalen bildungspolitischen Irrtums erstellt. Mit den Baustellen Frühfremdsprachenunterricht und Mehrsprachendidaktik wurden Hunderte von Millionen Franken in den Sand gesetzt. Zugeben will es niemand! Wir bringen eine aktualisierte Fassung.

Colorful cut‑out word fragments arranged on a whiteboard for a German language practice activity (syllables and pronouns).
Grundkompetenzen

Einmal mehr liefert ein Leistungsvergleich ernüchternde Befunde. Selbst bei einfachsten Aufgaben sind viele Schüler überfordert

Trotz simplen Anforderungen erreichen immer mehr Kinder die minimalen Kompetenzen nicht. Vor allem, wenn sie daheim kein Deutsch sprechen. Dieser Beitrag ist zuerst in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) erschienen.

Starke Volksschule Zürich - Newsletter

Die Fortsetzung des Sprachen-Flickwerks ist eine Zumutung

Die Spatzen pfeifen es lautstark von den Dächern, dass das Mehrsprachenkonzept der Primarschule ein Fiasko ist. Doch die Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz scheint alle Fenster ihres Elfenbeinturms verriegelt zu haben, um den ungeliebten Gesang nicht hören zu müssen. Was sich die verantwortlichen Erziehungsdirektoren in ihrer jüngsten Stellungnahme zum Sprachenkonzept geleistet haben, gleicht einem traurigen Abgesang auf eine schulnahe Bildungspolitik, schreibt Hanspeter Amstutz im Editorial zum aktuellen Newsletter der Starken Volksschule Zürich.

Fremdsprachen

Frühfranzösisch funktioniert nicht. Doch die Politik ignoriert die Realität – zum Schaden der Schüler.

Mit abenteuerlichen Begründungen flüchtet man vor der unangenehmen Wahrheit. Die Folge ist klar: Das Niveau wird sinken, schreibt Sebastian Briellmann in einem Kommentar in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ).

Cher Monsieur Darbellay

Comment voulez-vous garantir la cohésion du pays avec une telle instruction de langue totalement ratée ?

Félix Schmutz, auteur Condorcet et ancien professeur de français à Bâle, a écrit une lettre au directeur de l’éducation Darbellay, originaire du Valais.

Kontroverse um das Frühfranzösisch

Felix Hoffmann kommentiert das Interview von Christophe Darbellay mit dem LCH

Der Präsident der Erziehungsdirektorinnen- und -direktorenkonferenz (EDK) stellte sich in einem Interview den Fragen von Christoph Aebischer vom Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH). Der Austausch lässt sich in der Ausgabe 7-8/2025 der Verbandszeitschrift “BILDUNG SCHWEIZ” nachlesen. Im Folgenden Kommentare zu einzelnen seiner Aussagen zur Thematik des Frühfranzösischunterrichts.

Editorial des lvb-Präsidenten Philipp Loretz im «lvb inform»

Völlig losgelöst

Philipp Loretz, Sekundarlehrer und Präsident des lvb, beschreibt in seinem Editorial im neusten «lvb inform» einen Player der modernen Bildungspolitik: Die Gattung des «Empiricus schwebensis»

Starke Volksschule Zürich - Newsletter

Haarsträubendes aus der Bildungsszene – und glasklare Analysen dazu

Etwas verspätet bringen wir den ersten Newsletter der Starken Volksschule Zürich in diesem Jahr, die Kollegin Marianne Wüthrich verfasst hat. Er ist bei uns liegengeblieben, aufgrund der vielen zugesandten Artikel. Wir bitten die Autorin und unsere Leserinnen und Leser um Entschuldigung. Die Redaktion des Condorcet-Blogs kann Ihnen die vorzüglichen Ausführungen der ehemaligen Berufsschullehrerin nur empfehlen.

Medienmitteilung des Bundesgerichts

Vier Jahre für gymnasiale Matura: Beschwerde abgewiesen

Die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und – direktoren (EDK) durfte als Voraussetzung zur schweizweiten Anerkennung gymnasialer Maturitätszeugnisse ab dem Jahr 2038 eine Ausbildungsdauer von mindestens vier Jahren festlegen. Das Bundesgericht weist eine Beschwerde von Privatpersonen aus dem Kanton Waadt gegen das neue Reglement über die Anerkennung von gymnasialen Maturitätszeugnissen (MAR) ab. In den Kantonen Neuenburg, Jura und Waadt sowie im französischsprachigen Teil des Kantons Bern dauert die gymnasiale Ausbildung derzeit nur drei Jahre.