Starke Volksschule Zürich - Newsletter
Kritiker bringen unbequeme Wahrheiten zur Sprache
Im NZZ-Interview von Sebastian Briellmann mit dem Jugendpsychologen Allan Guggenbühl müssen die Pädagogischen Hochschulen einiges an Kritik einstecken. Fehlender Bezug zur Schulpraxis, ideologische Nähe zu weltverbessernden Theorien und einseitige didaktische Konzepte werden ihnen vorgeworfen. Ganz schlecht weg kommt bei Guggenbühl dabei die pädagogische Idee des “Beziehungs-Talks”, welche heute an manchen Schulen als wegweisend in der Erziehung gilt. Vor allem Buben schätzten es wenig, wenn sie dauernd über ihren Gemütszustand befragt würden. Dies und mehr im Überblick zum aktuellen Newsletter der Starken Volksschule Zürich von Condorcet-Autor Hans Peter Amstutz.
Schulstart
“Kinder müssen lernen zu scheitern, solange es noch nichts kostet”
Eltern fürchten Leistungsdruck, Lehrer den Burn-out, Politiker die nächste Pisa-Krise. Lehrerin Ina Lehr erklärt, warum Fehler Sprungbretter sein können, was den Kindern Selbstvertrauen gibt – und ob das deutsche Schulsystem noch eine Zukunft hat. Wir bringen ein Interview, das zuerst in der Welt erschienen ist.
Interview zur Bildungskrise
“Vor lauter Reformen und Integration ging vergessen, worum es in der Schule geht: ums Lernen.”
Sinkende Deutsch-Noten, Angst vor Mathematik: Was ist los in den Schulen? Pädagogikexperte Carl Bossard findet, es werde zu wenig geübt – und fordert einen effektiveren Unterricht. Wir bringen ein Interview, das unser Condorcet-Autor dem Tages-Anzeiger gegeben hat.
Lernpädagogik
Bildung im Blindflug?
Er ist kein Mann der lauten Töne, der Bildungsforscher Stefan Wolter, doch er macht sich weithin hörbar Sorgen um die Lernleistungen der Schweizer Schüler. Sie seien deutlich schlechter geworden, und das Schlimme: Der Einbruch interessiere kaum jemanden. Ein Blick in die aktuelle Debatte, skizziert von Condorcet-Autor Carl Bossard.
Starke Volksschule Zürich - Newsletter
Klassenlehrkräfte sind die Felsen in der Brandung
Im seinem Prolog zum letzten Newsletter 2024 der Starken Volksschule Zürich äussert sich Condorcet-Autor Hanspeter Amstutz insbesondere über Eindrücke seiner Schulbesuche im auslaufenden Jahr. Diese haben ihm bestätigt, wie engagiert Lehrerinnen und Lehrer ihren Beruf ausüben. Zu häufig werde dieser hochstehende Klassenunterricht durch dumme Schlagworte kritisiert und fragwürdige didaktische Experimente mit doktrinärer Arroganz würden als besser hingestellt. Die erste Ausgabe 2025 des Newsletters erscheint am 12. Januar.
Didaktik statt Strukturreformen
Verstehendes Lernen wird vernachlässigt
Noten und Hausaufgaben abschaffen, den Klassenverband auflösen und Selektion aufweichen. Solche Themen stehen im Vordergrund bildungspolitischer Reformen. Was dabei untergeht: das verstehende Lernen. Wir bringen eine Beitrag unseres Condorcet-Autors Carl Bossard, der in der Tribüne der NZZ erschienen ist.
Replik
Rückgewinnung pädagogischer Freiheiten als gemeinsames Anliegen
Condorcet-Autor Hanspeter Amstutz ist einer dieser “alten weissen Männer”, die sich immer noch in den Bildungsdiskurs einmischen. Er reagiert mit einem Augenzwinkern auf die Bemerkung seines Kollegen Georg Geiger, der im Gespräch mit Alain Pichard beklagt hatte, dass es nicht gut sei, wenn nur “alte weisse Männer” im Blog schrieben.
Wolfgang Kühnels Sonntagseinspruch
Warum nicht einfach mehr Mathe am Vormittag unterrichten?
Im seinem neusten Sonntagseinspruch wundert sich Professor Wolfgang Kühnel über den tiefen Graben zwischen Theorie und Praxis bei der Erreichung der Bildungsziele. Und er mokiert sich – aber nur ein wenig.
Denkmoment
Faktenwissen und Beurteilungskompetenz – oder: Wo liegt ein Bildungsfokus?
An den Bildungsinstitutionen mit angeblich moderner Pädagogik und Didaktik gilt Faktenwissen als verzichtbar. Dieses wird – so lassen sich namhafte Stimmen vernehmen – geradezu als schädlich betrachtet. Die Hirne der Kinder und Jugendlichen dürften keinesfalls damit belastet werden. Schliesslich gehe es um Kompetenzen und Emotionen .
Probleme im Bildungssystem
Stefan: “Der Leistungsdruck an der Schule ist riesig”
Wie erleben Schülerinnen und Schüler in Deutschland ihren Schulalltag? FAZ-Redakteurin Franziska Pröll hat die Wahrnehmung von dreien aus unterschiedlichen Landesteilen und Altersklassen protokolliert. Ihr Leiden scheint grösser als ihre Freude. Neben Schilderungen über die Auswirkungen von Lehrer- und Zeitmangel, Leistungsdruck, Rassismus oder Überforderung gibt es aber auch Lichtblicke.
