Wie die SVP die Volksschule umbauen will
Verpflichtender Sprachunterricht, Obergrenze für Ausländer pro Klasse, weniger “woke”
Die Bildungspolitik erlebt bereits jetzt den Hauch eines wertkonservativen Backlashs. Die Volkspartei stellt in einem neuen Papier jedoch weitergehende Forderungen auf. Dieser Beitrag ist zuerst in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) erschienen. Die Redaktion des Condorcet-Blogs hat sich lange überlegt, ob sie diesen Beitrag veröffentlichen will. Zwar enthält das Bildungspapier der SVP durchaus diskussionswürdige Forderungen, ist aber – wie es Masterpläne so in sich haben – in Teilen unrealistisch und mit der entgegengesetzten Wunschprosa durchsetzt, wie sie in den Aussagen ähnlicher Manifest der Bildungsnomenklatura vorkommen. Als Diskursblog wollen wird den Faden aufnehmen und in den nächsten Tagen weitere Reaktionen zu diesem Bildungskonzept veröffentlichen.
Gastkommentar
Sprache ist mehr als nur Kommunizieren: Der Erwerb der Erstsprache ist die Basis von Bildung
In der hitzigen Debatte über den Fremdsprachenunterricht wird oft übersehen, dass eine solide Basis in der Erstsprache grundlegend ist für den Erwerb weiterer Sprachen wie für die erfolgreiche Vermittlung von Lernstoffen in den anderen Schulfächern. Wir bringen einen Kommentar der Psychologin und Heilpädagogin Eliane Perret, der zuerst in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) erschienen ist.
Lesen und Schreiben
Deutschlands stille Bildungskatastrophe
Kinder versagen zunehmend in den elementaren Fähigkeiten Lesen und Schreiben. Jede Wiederholung einer Grundschulklasse kostet den Steuerzahler 8400 Euro. Doch die wahre Bildungskatastrophe beginnt schon vor der ersten Klasse, schreibt Christine Brinck in einen Beitrag, der zuerst in der WELT erschienen ist.
Lesekultur
Junge lesen kaum noch, die Folgen sind gravierend
Kaum etwas hat den Aufstieg des Westens mehr geformt und gefördert als die Volksalphabetisierung. Die schwindende Lesekompetenz gefährdet nicht weniger als unsere wissensbasierte Zivilisation, schreibt Dietmar Hansch in einem Beitrag, der zuerst in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) erschienen ist.
Philosoph Liessmann
“Man soll die Kinder nicht dort abholen, wo sie sind, sondern zeigen, wo sie hinkommen können“
Konrad Paul Liessmann ist Autor einer „Theorie der Unbildung“, sieht „Bildung als Provokation“ und bemängelt, dass im Unterricht nur noch „Kompetenz“ vermittelt werden soll. Beim gemeinsamen Schallplattenhören kritisiert der Philosoph in einem Beitrag der WELT auch die moderne Universität.
Gefährdete Forschungsbibliothek
“Aussen ein Schiff, innen das Universum”
Sie zählt zu den renommiertesten Forschungsbibliotheken Europas, die einzigartige Büchersammlung von Werner Oechslin in Einsiedeln. Doch sie muss um ihr Fortbestehen bangen. Der Gründer sucht grosszügige Gönner. Ein Augenschein in der gefährdeten Bücherarche von Condorcet-Autor Carl Bossard.
Denkmoment
Stimmbeteiligung in der Schweiz – oder die Problematik für die Zukunft
Abstimmungsergebnisse in der Schweiz zeigen mit Blick auf die Zukunft ein düsteres Bild. Drei Viertel der stimmberechtigten Bevölkerung gehen nicht an die Urne. Dieses Wohlstandsphänomen ist insofern problematisch, weil vor allem die junge Generation der Urne überproportional fernbleibt. Dabei geht es um ihre Zukunft, schreibt Condorcet-Autor Niklaus Gerber.
Bildungsverfall an der Uni
Es droht gleichmäßig verteilter Stumpfsinn
Wer war nochmal Helmut Schmidt, und könnten Gespräche in der Mensa in Zukunft nicht ebenso gut von einer Künstlichen Intelligenz bestritten werden? Ein Student blickt auf den Bildungsverfall seiner Generation. Wir bringen einen Artikel von Oskar Mahler, Medizinstudent in Münster, der in der FAZ erschienen ist.
Was ist Bildung?
Von der Banalisierung der Bildung
Für die Vierteljahres-Publikation der Ehemaligen der Kantonalen Mittelschule Nidwalden, den «STANSER STUDENT», hat sich Carl Bossard Gedanken zur Bildung im Mainstream der «Kompetenzorientierung» gemacht. Wir drucken die Kolumne und das bildungspolitische Postskriptum unseres Condorcet-Mitarbeiters ab.
