15. Februar 2026
In eigener Sache

Politische Migration: Tabubrecher Alain Pichard

Der Nebelspalter widmet unserem Redaktionsmitglied und Condorcet-Autor Alain Pichard einen längeren Beitrag. Dabei geht es nicht nur um Bildung, aber auch. Den Beitrag des Nebelspalter-Journalisten Hans-Ueli Aebi wollen wir unseren Leserinnen und Lesern nicht vorenthalten.

Zur «Kompetenz» als gesellschaftliche Verständigungsformel

Verschiebungen der gesellschaftlichen Bildungserwartungen

Der emeritierte Professor und Lehrplanforscher Rudolf Künzli hat uns als Replik auf den Beitrag von Franz Eberle (https://condorcet.ch/2023/02/wissens-versus-kompetenzorientierung-eine-unselige-polarisierung/ ) eine Analyse des Kompetenzbegriffs zugesandt. Der Doyen der Lehrplanforschung kommt zum Schluss, dass praktisch alle laufenden schulpolitischen Initiativen und Reformen in Europa unter der Flagge von Kompetenzen, von Schlüsselkompetenzen und Grundkompetenzen oder Bildungsstandards laufen.

Integrative Schule (Teil 2) – Die Heilpädagogen: Treiber eines Bildungsexperiments

Als sich 1990 die Unesco-Mitglieder in Thailand trafen, um die Bildung-für-alle-Agenda aufzugleisen, ging es darum, weltweit den Kindern Zugang zur Grundschulbildung zu gewähren. Dies vor dem Hintergrund, dass in der dritten Welt in den 80er-Jahren eine “Bildungserosion” bemerkt worden war. Nur vier Jahre später hatte sich der Fokus aber bereits stark weg von “Bildung für alle” und hin zur integrativen Schule für Behinderte verschoben, wie die Erklärung von Salamanca ersichtlich machte (siehe Teil 1: “Das Missverständnis von Salamanca”). Wir bringen den zweiten Teil der Artikelserie von Nebelspalter-Journalist Daniel Wahl.

Integrative Schule (Teil 1)

Das Missverständnis von Salamanca

Die “integrative Schule” als gemeinsamer Ort, wo verhaltensauffällige Kinder, Lernbehinderte, körperlich Behinderte zusammen mit “Normalos” unterrichtet werden, steht heute unter Beschuss. Sie überfordere die Lehrer, sie sei für die Personalflut im Klassenzimmer und den Lehrermangel verantwortlich; sie habe den Niedergang der Volksschule, eine Niveausenkung, eingeläutet, monieren Politiker von links bis rechts. Wir bringen den ersten Teil einer Artikelserie des Nebelspalter-Journalisten Daniel Wahl.

Schulische Infrastuktur

Wer die Schulen verkommen lässt, lässt den Staat verkommen

Der Lehrermangel ist zum Dauerzustand geworden, die Schulen werden zu Krisenherden. Die Politik reagiert desinteressiert bis hilflos. Gelöst werden können die Probleme nur, wenn Bildungspolitik endlich als Infrastrukturpolitik verstanden wird. Der NZZ-Journalist Andri Rostetter analysiert in einem sehr gut geschriebenen Text die Problemfelder der Bildungspolitik unseres Landes.

Integration

Basler Grosser Rat will Einführungsklassen

Der kantonale Erziehungsdirektor Conradin Cramer kommt von allen Seiten unter Druck und muss in der Bildungspolitik eine Niederlage einstecken. Eine emotionale Debatte im Basler Grossen Rat. Wir bringen einen Bericht von Sebastian Briellmann.

Lemmermeyer sagt's

Schule neu denken

In der Vergangenheit habe ich die Bildungspolitik in Baden-Württemberg während des letzten Jahrzehnts damit verteidigt, dass der größte Blödsinn entweder noch von Frau Schavan zu verantworten war (Abschaffung LK, Einführung G8 und GTR) oder von Einrichtungen wie der KMK oder dem IQB. Damit ist jetzt wohl Schluss. Denn: Wir müssen Schule neu denken.

Vierkantonale Vergleichsprüfungen

Eine Farce

Zurzeit schreiben die dritten Klassen der Sekundarschulen des Bildungsraums Nordwestschweiz in verschiedenen Fächern die sogenannten Check-S3 Prüfungen. Je nach Schule und Kanton finden die identischen Vergleichstests an unterschiedlichen Tagen statt. Dies führt zu wenig aussagekräftigen Ergebnissen, einer Chancenungleichheit und damit zu Ungerechtigkeiten bei der Lehrstellensuche.

Lehrkräftemangel

Zu wenig Lehrerinnen und Lehrer: die wahren Gründe

Landauf, landab sind Schulpräsidenten und Schulleiter daran, für das neue Schuljahr Lehrkräfte zu suchen. In der Ostschweiz ist die Situation zwar etwas weniger dramatisch als in anderen Landesteilen. In der Bodenseeregion konnten erneut alle offenen Lehrerstellen besetzt werden. Trotzdem bleibt die Situation auch hier angespannt, wie Gastautor Prof. Dr. Mario Andreotti schreibt.