24. Januar 2026
Mr. PISA erklärt

Wie moderne und gerechte Schule für alle geht

Ein erstaunlicher Beitrag von Andreas Schleicher, Vater der PISA-Studien. Absage an die Bürokratie, eine Ode an die guten Lehrkräfte, überfordernde Lehrpläne. Das Herz der Bildungsidee sei verloren gegangen. Wir reiben uns die Augen und fragen unsere Leserinnen und Leser: Ist hier jemand vom Paulus zum Saulus geworden? Der Bericht von Herrn Schleicher erschien auf der Homepage des ZDF, gefolgt von einem Interview mit dem unermüdlichen Richard David Precht.

Smartphones in der Schule

Handys raus aus der Schule!

Jonathan Haidt ist Sozialpsychologe und Professor an der Stern Business School in New York. Er forscht unter anderem darüber, wie soziale Medien zu psychischen Erkrankungen bei Teenagern, zur Fragmentierung der Demokratie und zur Auflösung einer gemeinsamen Realität beitragen. Nach seiner Meinung beeinträchtigen Smartphones die Aufmerksamkeit, das Lernen und die sozialen Beziehungen. Er fordert, sie aus den Klassenzimmern zu verbannen. Dieser Beitrag erschien im Juni 2023 in der Zeitschrift “The Atlantic” und wird hier in gekürzter Form publiziert. Aus dem Englischen übersetzt von Andrea Seaman.

Mathematikunterricht

Mathe im Griff

Die Deutsche Telekom Stiftung vereinnahmt zunehmend den Mathematikunterricht in Deutschland. Der Staat macht mit, schreibt Wolfram Meyerhöfer, deutscher Mathematikdidaktiker in Potsdam (D).

Basler Bildungsmisere

Klassenzimmer sind keine Therapieanstalt

Die integrative Schule ist gescheitert. Das lässt sich nicht mit kostspieliger Pflästerlipolitik ändern. Es braucht mehr Separation. Der BAZ-Journalist Sebastian Briellmann bringt in seinem Artikel vieles auf den Punkt.

Schulbücher

Antisemitismus aus dem Lehrbuch

Der Condorcet-Blog ist ein Bildungsblog und äussert sich nicht zu politischen Alltagsfragen, die keinen Bezug zur Bildung haben. Die Trennlinie ist allerdings nicht immer einfach. Gerade der Terroranschlag vom 7. Oktober in Israel und die darauf folgenden Massnahmen der israelischen Armee laden zum Kommentieren und zu Positionsbezügen ein. Wie bei der Klimafrage oder den Coronamassnahmen äussern wir uns aber nur, wenn die Bildungsinstitutionen direkt involviert sind. Unterrichtsinhalte, oft durch Schulbücher vorgegeben, müssen uns interessieren. Detaillierte Untersuchungen palästinensischer Schulbücher im Auftrag der EU sowie durch ein israelisches Institut zeigen, wie palästinensische Kinder zum Hass auf Juden und Israel erzogen werden. Terror wird vielfach als legitimer “Widerstand” verherrlicht, Juden werden dehumanisiert, Israelis als brutale Aggressoren und als Feinde des Islams dämonisiert. Die Palästinensische Autonomiebehörde weigert sich jedoch, das Unterrichtsmaterial entscheidend zu verändern. Nennenswerte Konsequenzen zieht die EU trotzdem nicht. Das sind die Erkenntnisse unseres Gastautors Alex Feuerherdt. Wir möchten aber ausrücklich darauf hinweisen, dass wir bezüglich des politischen Konflikts keinen Positionsbezug vornehmen.

In Sachen Condorcet

Ein Mathematiker und Menschenfreund

Professor Walter Krämer ist Ökonom und war bis zu seiner Emeritierung 2018 Professor für Wirtschafts- und Sozialstatistik an der Technischen Universität Dortmund. Einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde er durch populärwissenschaftliche Literatur zur Statistik und als Verfechter der deutschen Sprache. In seinem Beitrag erklärt uns Professor Krämer eine der grossen Entdeckungen des Mathematikers und Philosophen Jean Marie de Condorcet: das nach ihm benannte Paradoxon.

Besuch bei einer Lehrerin und Condorcet-Autorin

Wahre Inklusion

Die Primarlehrerin mit einem Pädagogikstudium. Die Primarlehrerin, die eine Klasse als Gemeinschaft führt und es kann. Die Primarlehrerin, die die derzeit praktizierte Individualisierung für einen Irrweg hält. BAZ-Journalist Sebstian Briellmann besuchte die Condorcet-Autorin an ihrem Arbeitsort, dem Schulhaus Lysbüchel, St.-Johann-Quartier, kurz vor der französischen Grenze.

Lehrplan 21

Eine Leseprobe des Schreckens

Fast 10 Jahre nach der Vorstellung des Monstrums Lehrplan 21 entdeckt der fünffache Vater Markus Somm die absurden Kompetenzziele dieses bürokratischen Machwerks und schüttelt den Kopf ob so viel Heilslehre. In seinem Newsletter im Nebelspalter seziert der Herausgeber des Nebelspalter die absurden Zielformulierungen und weist darauf hin, dass dieses Machwerk nur schwach legitimiert gewesen sei. Verkauft habe man diesen Lehrplan als Harmonisierungsvorlage.

Lehrergewerkschaft in den USA

Wie überzeuge ich eine Lehrkraft vom Austritt aus der Gewerkschaft?

Peter Greene hat heute einen ausgezeichneten Beitrag über die politischen Kräfte veröffentlicht, die die Lehrergewerkschaften abschaffen wollen. Einige hassen die Gewerkschaften, weil sie den Arbeitgebern die Freiheit nehmen, ihre Angestellten einem konstanten Lohndruck auszusetzen. Andere hassen sie, weil sie demokratische Kandidaten finanzieren. Einige wollen nicht, dass die Arbeitnehmer eine Stimme haben. Peter Greene, Autor im Diane Ravitch-Blog, ist ein engagierter Gewerkschafter und Lehrer, mit einer pointierten linken Haltung. Er schrieb schon oft für unseren Blog.

Wokeismus und Schule

“Die woke Cancel-Culture lähmt Fortschritt und Entwicklung, schläfert Schüler ein und macht den Lehrberuf madig”

Ogi-Französisch, Rastalocken und das woke Minenfeld – Betrachtungen eines alten, weissen Mannes. Gerd Dönni unterrichtet seit 1991 am Kollegium Spiritus Sanctus Brig die Fächer Latein, Englisch und Geschichte. Unter seinen ehemaligen Schülern findet sich vom SVP-Nationalrat, Mitte-Fraktionschef des Grossrates bis zum Grünen-Kantonalpräsidenten und der queeren Aktivistin alles. Dieser Artikel ist zuerst in der NZZ erschienen.