22. Januar 2026
Breaking News: Umfrage des lvb zur Gliederung unserer Schule

LVB-Basis lehnt Volksschule ohne Selektion ab!

Der LCH machte eine ähnliche Umfrage, hält aber deren Ergebnisse geheim. Bildung Bern und der Lehrerverband in Zürich verzichten auf eine Basisbefragung. Der LVB (Lehrerinnen- und Lehrerverband des Kantons Baselland) fragte seine Mitglieder, wie sie es mit der schulischen Selektion halten. Unsere Redaktion ist zwar nicht völlig überrascht, aber dennoch erstaunt über das klare Resultat. Nächste Woche folgt eine genaue Analyse auf dem Condorcet-Blog!

Stolze 1043 LVB-Aktivmitglieder haben an der Befragung zur schulischen Selektion teilgenommen. Lediglich 6.6 % aller Teilnehmenden teilen die Vision einer Volksschule ganz ohne Selektion, die derzeit vielerorts diskutiert wird. Im direkt betroffenen Zyklus III (Sekundarstufe I) unterstützen sogar nur 3.7% diese Idee. Das bestehende System mit homogenen Klassen in den Leistungszügen A, E und P
bleibt das meistgewählte Wunschmodell, wobei die LVB-Mitglieder durchaus Verbesserungspotenzial im Zuweisungsprozess orten. Auch ein Modell mit Stammklassen in Leistungszügen (A, E, P), aber gemischten Niveaugruppen in einzelnen Fächern geniesst Sympathien, brächte gemäss
Einschätzung der Teilnehmenden jedoch neue grosse Herausforderungen mit sich.

image_pdfAls PDF herunterladen

Verwandte Artikel

Das EDK-Frühfremdsprachenkonzept: Eine Parabel in sechs Akten oder Wie aus Reformitis Big Business wird

Am Donnerstag, den 2. Juni 2016, veröffentlichten die heutigen Condorcet-Autoren Urs Kalberer, Philipp Loretz, Alain Pichard, Roland Stark und Felix Schmutz einen aufwändig recherchierten Artikel über das Frühfremdsprachenkonzept. Der Beitrag wurde in der BAZ veröffentlicht und füllte damals eine ganze Seite. Angesichts der heutigen Entwicklung in Sachen Passepartout-Lehrmittel ist dieser Beitrag sehr aktuell und brisant, weshalb wir ihn hier noch einmal veröffentlichen. Wer ihn liest, wird besser verstehen, wie es zu diesem Desaster gekommen ist, wer hier die Verantwortung trägt und wie Geschäftsinteressen elementare pädagogische Einwände weggewischt haben.

Nur noch sechs Wochen Schulferien im Jahr

Die Gemeinde Belp bei Bern will einen Pilotversuch mit einem neuen Ferienmodell starten: Bildung und Betreuung sollen für Eltern und Schulpersonal besser vereinbar werden. Wir bringen einen Beitrag, der zuerst in “Der Bund” erschienen ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert