18. August 2026

Traurige Nachricht: Haushistoriker Peter Aebersold ist unerwartet gestorben

Unser Haushistoriker, wie wir ihn respektvoll nannten, ist von uns gegangen. Peter Aebersold hat uns zahlreiche Beiträge über historische Persönlichkeiten, welche die Bildungsgeschichte geprägt haben, geschenkt. Ob Stapfer, Montesquieu, Rousseau, Locke oder Commenius, fast 40 Porträts sandte er uns. Besonders angetan war er von der Bildungsgeschichte der Helvetischen Republik. Und ja, unseren Namensgeber, Jean-Marie de Condorcet, hatte er erst durch die Gründung unseres Blogs entdeckt. Auch zu seiner Person schrieb er uns ein ergreifendes Porträt. Hans-Peter Amstutz erinnert sich an ihn. Ein ausführlicher Nachruf wird folgen.

Der unerwartete Hinschied von Peter Aebersold hat mich sehr berührt. Ich habe mit ihm am Donnerstag, einen Tag vor seinem Tod, an unserem Vortragsabend noch längere Zeit diskutiert.

Dabei ist mir seine Heiterkeit während des Gesprächs besonders aufgefallen.

Er konnte gut zuhören und hat sich trotz seiner grossen Kompetenz in Bildungsfragen nie in den Vordergrund geschoben. Er war ein wirklich angenehmer und wacher Kollege.

Wir werden Peter als Mensch und Verfasser kluger Beiträge sehr vermissen. Seine Texte zeichneten sich durch scharfsinnige Analysen und umfangreiches Hintergrundwissen aus. Dabei scheute er sich nicht, seine humanistische Position in Bildungsfragen mit Entschiedenheit zu verteidigen und oberflächliche Pädagogik zurückzuweisen. Peter ist im Alter von 74 Jahren arbeitend vor seinem Computer an einem Herzversagen gestorben. Was er wohl gerade geschrieben haben mag?

Wir werden Peter nicht ersetzen können und wissen, dass wir mit ihm einen grossartigen Mitstreiter verloren haben.

Er wird uns in bester Erinnerung bleiben.

Hanspeter Amstutz

P.S. Peter Aebersold wollte nie ein Bild von sich veröffentlicht sehen, weshalb wir auch jetzt darauf verzichten. Wir haben aber seine Entourage gebeten, für uns noch einen Nachruf zu schreiben.

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