18. Januar 2021

Monat: Juni 2020

Schulleitungen setzen Primarlehrpersonen unter Druck

Im vergangenen November stimmten 85% der Stimmberechtigten JA zur Lehrmittelfreiheit an den Volksschulen. Ab dem Schuljahr 2020/21 sollen, so sieht es mindestens das Bildungsgesetz vor, die Lehrpersonen in den 5. und 6. Primarklassen die gescheiterten Lehrmittel «Mille feuilles» und «New World» durch andere bewährte Lehrmittel ersetzen können. Brisante Dokumente, welche der Starken Schule beider Basel (SSbB) zugespielt wurden, belegen nun ein Untergraben dieses Volksentscheides durch Primarschulleitungen: Sie setzen ihre Lehrpersonen offensichtlich unter Druck, damit diese weiterhin die gescheiterten Passepartout-Lehrmittel verwenden. Gerne veröffentlichen wir hier einen Beitrag von Jürg Wiedemann, welcher auf der Webseite der Starken Schule beider Basel erschienen ist.

In eigener Sache: Wechsel in der Redaktion

In der Condorcet-Redaktion gibt es einen Wechsel. Felix Hoffmann scheidet aus unserem Gremium aus, Désirée Ludwig stösst neu zu uns.

Corona und die Rückgewinnung des Denkens

Mit diesem Beitrag beginnt Prof. Dr. Walter Herzog eine mehrteilige Betrachtung im Wochenzyklus über Bildung und Wissenschaft im Zeichen der Corona-Krise. Zunächst geht es um die pädagogische Kern- und Sinnfrage jeder Bildung: Denken als Lernziel.

Die Schule braucht keine Digitalisierung um jeden Preis

Bei den Investitionen den Präsenzunterricht zu vernachlässigen wäre fatal. Die Schule braucht beides: Computer und hervorragende Lehrkräfte. Der Condorcet-Blog bringt eine gekürzte Fassung eines Kommentars von unserem Autor Hanspeter Amstutz, der kürzlich im Tagesanzeiger veröffentlicht wurde.

Digitalunterricht: SRF hält Wort!

Im Echo der Zeit kommt Condorcet-Autor und GBW-Mitglied Prof. Dr. Ralf Lankau ausführlich zu Wort. Dies hat eine kleine Vorgeschichte.

Liebe Frau Wannenmacher

Die Kulturplatzsendung vom März 2019 war gespickt mit Fake News und Unterlassungen. Condorcet-Autor Alain Pichard schrieb der Redaktion damals einen Brief. Die Folge war eine höfliche Einladung und ein anregendes Gespräch.

Hamburger Schulreform von 1919

Der Condorcet-Blog veröffentlicht von Zeit zu Zeit immer mal wieder Beiträge zu historischen Bildungsmomenten. Man denke an die Artikel von Peter Aebersold zur Wiener oder Zürcher Schulreform oder die Würdigung des Basler SP-Bildungsdirektors Fritz Hauser aus der Feder des Historikers Charles Stirnimann. Dieses Mal geht es um die Hamburger Schulreform, welche uns von der Autorin Barbara Müller-Gächter (Lirum-Larum-Löffelstiel) vorgestellt wird.

Schluß mit LuL & SuS

Prof. Dr. H.-J. Bandelt, Mathematiker aus Hamburg, gehört zu den streitbaren Autoren unseres Blogs. Unvergesslich seine Gegenrede zu Georg Geiger in Sachen Klima. Diesmal nimmt er die Gendersprache aufs Korn. Und die Redaktion rüstet sich in Erwartung deftiger Reaktionen.

Möglichkeiten und Grenzen der Digitalisierung

In der heftig und emotional geführten Debatte über die Digitalisierung des Unterrichts gehört der Erziehungswissenschaftler Klaus Zierer von der Universität Augsburg (D) zu den sachlichen Stimmen. Er lässt sich nicht durch technische Möglichkeiten blenden, sondern fragt konsequent nach dem “Warum” und dem “Wozu”. Und massgeblich ist bei ihm immer die Pädagogik. Wir schalten für unsere LeserInnen seinen Vortrag zu den Möglichkeiten und Grenzen der Digitalisierung auf, der – auch das ein wohltuender Unterschied zu vielen marktschreierischen Heilsverkündigungen – mit einer Fülle empirischer Erkenntnisse aufwartet.

Zitat der Woche: Reinhard K. Sprenger zum Nachahmungseffekt

Unvergesslich das Zitat der ehemaligen Zürcher Regierungsrätin Regine Aeppli auf die Frage, warum man den Lehrplan 21 einführen soll: “Weil es alle machen!” Und auch bei der zögerlichen Öffnung unserer Schulen verlangen Journalisten und Politiker nach Einheitslösungen und fordern: “Schluss mit dem Flickenteppich!” Diesen Nachahmungseffekt erklärt der Philosoph und Unternehmensberater Reinhard K. Sprenger in der NZZ vom 6. Juni 2020.