11. April 2026

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Ein Plädoyer für die Fächer

Der Genfer Professor Bernard Schneuwly, der bei der Entstehungsgeschichte unseres Bildungsblogs Pate stand und uns allen die Bedeutung des Marquis de Condorcet bewusst machte, stellte uns ein wichtiges Bildungsdokument aus seiner Werkstatt zur Verfügung. Es geht um die Bedeutung der Fächer, die er als Garant für die Universalität der Bildung hält. In einer Zeit, in der Fächer aufgehoben, Kombinationen wie ERG, NMG, RGM die Runde machen und überfachliche Kompetenzen gepredigt werden, setzt Bernard Schneuwly einen deutlichen Kontrapunkt und weist nach, dass damit auch der Bildungsbegriff verwässert zu werden droht.

Bitte keinen Hüteprozess mit hochtrabenden pädagogischen Floskeln

Die Integration sei gescheitert, wird in der Schuldebatte immer wieder moniert. Das stimmt nur bedingt, denn die Schule ist durchlässig wie noch nie und die Lehrkräfte haben noch nie so viel Verständnis für echte Benachteiligungen gehabt. Gescheitert ist die ideologische Umsetzung einer Heilsversprechung, die in den Schaltzentralen der Bildungsverwaltung entstand. Die bewährten Kleinklassen wurden im Prinzip aufgelöst, um sie mit einem Sammelsurium von Etiketten durch die Hintertüre wieder einzuführen.Nun will man mit gebastelten Lerninseln die Lehrkräfte entlasten. Auf der Strecke bleiben die betroffenen Kinder, die kaum mehr etwas lernen. Dies ist die Kernaussage von Alain Pichard, die er in der Sonntagszeitung darlegen durfte.

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