25. Oktober 2021

Jochen Krautz in St. Gallen – Nicht verpassen!

Die Vortragsreihen der St. Galler Kinderärzte sind mittlerweile legendär. Immer wieder gelingt es Professor Barben und seinen Kollegen, renomierte Persönlichkeiten für ein Referat zu gewinnen. Die Veranstaltungen sind stets sehr gut besucht. Und immer wieder müssen sich die Kinderärzte auch Kritik der Kantonsregierung und des Bildungsdepartements anhören, die über diese Podien not amused sind. Die Veranstaltung vom 30. Oktober verspricht ein Feuerwerk!

Krautz Jochen Bild: Tagespost
Flyer Schule & Pädiatrie

Prof. Dr. med. Giovanni Maio, geb. 1964, ist Philosoph und Internist. Nach einer langjährigen klinischen Tätigkeit und Assistenzzeiten an medizintheoretischen Instituten habilitierte er sich für Ethik in der Medizin.

“Gegenwärtig findet eine komplette Überformung der medizinischen Rationalität durch eine betriebswirtschaftliche Logik statt. Wirtschaftsprinzipien übernehmen die Deutungshoheit über die Ausgestaltung der gesamten Medizin, und das ist gerade für die Kinder- und Jugendmedizin besonders verhängnisvoll.”

Prof. Dr. phil. Jochen Krautz, geb. 1966, studierte Kunst, Latein und Erziehungswissenschaft und war nach den Staatsexamen als Lehrer am Gymnasium tätig. Seit 2013 ist er Universitätsprofessor für Kunstpädagogik an der Bergischen Universität Wuppertal. Er ist auch in Condorcet-Kreisen bestens bekannt als Organisator der Wuppertaler Veranstaltung “Time for Change”.

Seine These: Auch in der Schule wird zunehmend nach Konzepten gearbeitet, die die humane Logik der Pädagogik unterlaufen und schleichend ein Denken und Handeln nach pseudo-ökonomischen Kriterien etablieren. Mit dieser inneren Ökonomisierung von Schule wird zugleich eine indirekte Steuerung von Bildung und Bildungswesen durchgesetzt.

Flyer Schule & Pädiatrie – Veranstaltung am 30-10-2019

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Zitat der Woche: Hannah Arendt

Hannah Arendt diagnostizierte die Einsamkeit und Isolation der Menschen als Bedingung dafür, dass totalitäre Herrschaft überhaupt Akzeptanz und Zuspruch gewinnt. Für den Durchschnittsmenschen ist oft nichts schwerer zu ertragen als das Gefühl, keiner größeren Gruppe zuzugehören. Selbst wenn man einer Ansicht eher kritisch gegenübersteht, zieht man es doch oft vor, ihr nicht zu widersprechen, sobald man dadurch riskiert, aus einer Gruppe ausgeschlossen zu werden. Man konnte, wie Erich Fromm 1941 in „Die Furcht vor der Freiheit“ schrieb, damals beobachten, wie vielfach auch Menschen, die keine Nazis waren, den Nazismus gegen Kritik verteidigten, weil sie das Gefühl hatten, dass ein Angriff auf den Nazismus ein Angriff auf Deutschland war.

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