7. April 2020

Die Leiden der jungen Lehrer

Was treibt Studierende der Pädagogischen Hochschulen im Zeitalter der Kompetenzorientierung um? Was halten angehende Lehrerinnen und Lehrer von den angepriesenen pädagogischen und didaktischen Konzepten? In ihrem Slam «Die Leiden der jungen Lehrer» nimmt PH-Studentin Gina Walter kein Blatt vor den Mund. Die angehende Primarlehrerin, die seit 2015 auf den Bühnen der Schweizer Slam Poetry brilliert, berichtet von ihren Eindrücken: humorvoll, sarkastisch und unglaublich wortgewandt.

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Wer sich anstrengt, kann hier etwas erreichen

Ein Artikel aus dem Jahre 2006 machte den Condorcet-Autor Alain Pichard schweizweit bekannt. In der Weltwoche schrieben drei linke Lehrkräfte und er über die realen Probleme, welche die Schule mit der Integration fremdsprachiger Kinder bekundete. Er wurde zeitweise zum Buhmann der Linken. Der in einer Brennpunktschule in Biel tätige Lehrer bezeichnetete sich aber stets als “Anwalt der Migrantenkinder”. Er wolle, dass sie etwas lernen. Und das heisst “Fördern und Fordern”. 14 Jahre später scheint sich seine Überzeugung durchgesetzt zu haben. Zum Vorteil aller!

Mon dieu, Conradin!!!

Im «TeleBasel Talk» vom 11. Februar 2020 fuhr der Basler Erziehungsdirektor Conradin Cramer denjenigen Fremdsprachenlehrpersonen, die in ihrem Unterricht international gesicherte didaktische Erkenntnisse umsetzen, mächtig an den Karren. Gleichzeitig behauptete er unbeirrt, der in den Lehrmitteln «Mille feuilles» und «Clin d’oeil» angewandte neue didaktische Ansatz sei «state of the art» (sic!) – ungeachtet der Tatsache, dass die mittlerweile vierte wissenschaftliche Untersuchung dem Passepartout-Konzept erneut ein miserables Zeugnis ausstellt. Ein Kommentar von Philipp Loretz.

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