16. September 2019

Ueli Maurer im Sprachbad ertrunken

Es sind nun doch schon ein paar Jährchen vergangen, seit die Schweizerische Volkspartei (SVP) ihr Sünneli auch über den Schweizer Schulen erstrahlen liess und unter sachkundiger Führung von Silvia Blocher und Ulrich Schlüer die Bildungspolitik als Brandbeschleuniger für ihre unsäglichen Wahl- und Abstimmungskampagnen missbrauchte. Der Untergang der christlich-abendländischen Kultur drohte. Sprachzerfall, die Zerstörung schweizerischer Werte, […]

Die Lehrkräfte spüren: «Hier werde ich gebraucht!»

Interview mit Ruth Wiederkehr (61 Jahre alt) und Kurt Neujahr (52 Jahre alt). Beide sind seit 1996 in der Schulleitung des 1996 gebildeten Oberstufenzentrums Orpund. Alain Pichard führte für den Condorcet-Blog das Interview. Wir veröffentlichen hier den ersten Teil des Gesprächs.

Kritik heisst nicht Verzicht auf Innovation

Die erste und einzige Kritik am Lehrplan 21 von der Basis ging von zwei Schulhäusern aus. Das Oberstufenzentrum Orpund und das in Biel gelegene Oberstufenzentrum Mett-Bözingen. Hier entstand das Memorandum 550gegen550, das (erfolgreich) eine Überarbeitung des Lehrplans 21 forderte. Unser Autor Alain Pichard unterrichtet an beiden Schulen. An dieser Stelle beschreibt er das OSZ-Mett-Bözingen, das sich von einer problembeladenen Brennpunktschule zu einer eigentlichen Vorzeigeschule entwickelt hat. Und er zeigt auch, dass Kritik an Kompetenzorientierung, Mehrsprachendidaktik und Vermessungswahn nicht heisst, auf Innovation zu verzichten. Zudem wird hier dokumentiert, wie Schulleitungen auch wirken können, wenn sie sich in den Dienst ihrer Kolleginnen und Kollegen und vor allem der Elten und Schülerinnen und Schüler stellen und praxisorientiert wirken. Das Interview veröffentlichen wir wegen seiner Länge in 2 Teilen.