17. April 2026
Rechtsextremismus in der Schule

“Eine Lehrkraft sagte: Und was ist mit den ganzen Linksextremisten?”

Laura Nickel (37) und Max Teske (34) unterrichteten an der Grund- und Oberschule Mina Witkojc in Burg im Spreewald, als sie im April 2023 mit einem Brandbrief auf den Rechtsextremismus dort aufmerksam machten. Heute arbeitet Nickel als Leiterin einer Grundschule in Cottbus, Teske unterrichtet Musik und Physik an einer Oberschule in einer anderen Stadt. Sie haben das Buch “Rechtsruck im Klassenzimmer” geschrieben, das diese Woche erscheint. Ein Gespräch in der WELT über Polizeischutz, Kollegen, die die AfD wählen, und die Frage, warum die beiden trotz allem Lehrer geblieben sind.

Deutsche Schulen

Die stille Tragödie der “Tablet-Klassen”

Deutsche Schulen setzen immer noch auf “Tablet-Klassen” – ein Irrweg, den andere europäische Länder längst gestoppt haben. Denn Studie zeigen klar, wie elektronische Medien die “kognitive Geduld” der Kinder zerstören, schreibt die freie Autorin Kristina Schröder in einem Beitrag für die WELT.

Unterricht im Umbruch

Mehr Freiheit, weniger Gleichschritt in immer mehr Schulen

Eine dreiviertel Stunde Unterricht, fünf Minuten Pause, ein Lehrplan für alle – für Judith Holle steht dieses Modell sinnbildlich für ein System, das an seine Grenzen stößt. Kurz vor dem Berliner “Zukunftsforum Lernbegleitung” wirbt die Geschäftsführerin der Bildungsorganisation “Bewirken” für eine grundlegende Neuausrichtung von Schule: weg vom starren Takt, hin zu individuellen Lernprozessen, neuen Rollen für Lehrkräfte und einer systematischen Fortbildung in Zeiten rasanter technologischer Entwicklungen.

Arbeitslose Akademiker

Sie hat zwei Doktortitel und trotzdem keinen Job

Die Berichte über arbeitslose Akademiker häufen sich. Die Tamedia-Journalistin Jasmin Jaun verfasste ein einfühsames Porträt über die hochqualifizierte Donia Mühlematter, das im Bund erschienen ist, gefolgt von brisanten Aussagen des Bildungsökonomen Stefan Wolter.

Nachteilsausgleich -

Ein hehres Ziel mit verheerenden Folgen

Werden in der Schule wirklich so viele Schüler diskriminiert, dass sie einen Nachteilsausgleich brauchen? «Das ist eine gefährliche Mär», sagt die Bildungsexpertin Ester Ziegler. In einem Interview mit dem NZZ-Journalisten Sebastian Brielmann erklärt sie, weshalb die Entwicklung des Nachteilsausgleichs mit Chancengerechtigkeit nichts zu tun hat.

USA

Professoren verzweifelt: Aufmerksamkeitsspanne von Studenten reicht nicht mehr für einen ganzen Film

Lange wurden Aussagen à la “Leg doch mal das Handy weg” als überfürsorgliche, mütterliche Sorgfalt abgetan, doch die Auswirkungen des häufig intensiven Smartphone-Konsums zeigen sich längst auch im Alltag. Eine Analyse der US-Zeitung “The Atlantic” beleuchtet nun, wie eine schrumpfende Aufmerksamkeitsspanne für einen kuriosen Gegensatz sorgt: Selbst Filmstudenten halten es kaum noch aus, einen ganzen Film anzuschauen. “Focus online” hat zuerst darüber berichtet.

Riesige Defizite

Diese frühzeitige Intervention soll Vorschulkinder aus der Bildungsmisere holen

Etwa ein Drittel der Vorschulkinder hat so gravierende Deutsch-Defizite, dass keine aktive Teilnahme am Unterricht möglich ist. Ein Plan im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) setzt eineinhalb Jahre vor der Einschulung an. Ein Schulleiter erklärt die Erfahrungen mit entsprechenden Tests. Dieser Beitrag ist zuerst in der WELT erschienen.

Intelligenz

KI macht uns geistig faul

Die CEOs der führenden Big-Tech-Konzerne behaupten: KI-Systeme übertreffen demnächst die menschliche Intelligenz. Paradiesische Aussichten für alle Müssiggänger, Nichtstuer und Faulenzer, findet Philosoph Michael Rüegg in einem Beitrag im “Schweizer Monat”.