31. Juli 2026
Die Zahl des Monats

231 Millionen

Das geplante Schulhausprojekt in Zürich Schwammendingen “Saatlen” sprengt in jeder Hinsicht die finanziellen Richtwerte bisheriger Schulhausbauten. Das Zürcher Hochbauamt hält sein Projekt für «unvergleichlich». Die Redaktion schliesst sich dieser Meinung an und wartet gespannt auf die künftigen Ergebnisse der ÜGK (Überprüfung der Grundkompetenzen).

So gross und so teuer wie der geplante Neubau der Schule Saatlen in Zürich-Schwamedingen war noch keine Volksschule in der Schweiz. 231 Millionen Franken – für 950 Schüler oder 56 Klassen. Das macht vier Millionen Franken pro Klasse, was in Bezug auf die Kosten eine neue Dimension im Schulhausbau darstellt. Jede Klasse könnte eine Luxuswohnung im 21. Stockwerk des Mobimo-Towers erhalten – angepriesen als «urbaner Adlerhorst», inklusive freistehender Badewanne – rechnete die «NZZ» vor.
Nebst den Klassenzimmern und allen angeschlossenen Gruppenräumen gibt es alleine 19 separate Zimmer für Handarbeit und Werkstatträume und Naturkunde – fast jede zweite Klasse erhält einen Werkraum. Während früher Naturkunde im Schulzimmer oder unter freiem Himmel unterrichtet wurde, lässt die Stadt Zürich hierfür also separate Räume bauen. Hinzu kommen vier Räume für Therapie- und Psychomotorik, weitere 16 Räume für Verpflegung und Aufenthalt, dazu Bibliothek, Teamzimmer, neun Musikzimmer mit Orchesterraum, einen zusätzlichen Singsaal, weitere Räume für die musikalische Grundbildung, nebst Räumen für die Verwaltung und die Technik. Die Schüler werden darüber hinaus eine Schwimmanlage, eine Turnhalle und eine Dreifachturnhalle mit Boulderwand erhalten.
Die Redaktion des Condorcet-Blogs zieht ob so viel Bildungsinvestitionen den Hut und ist überzeugt, dass damit auch die Sprach- und Mathematikkompetenzen steigen werden.
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Condorcet-Auto Hanspeter Amstutz, mittlerweile pensionierter Volksschullehrer aus dem Kanton Zürich, Mitbegründer der Starken Volksschule Kanton Zürich, arbeitet seit Jahrzehnten daran, die Schule gegen unsinnige Reformen zu verteidigen und sie somit wieder auf die Füsse zu stellen. Alle zwei Wochen geben er und seine Mitstreiter eine Sammlung interessanter Bildungsartikel aus der schweizerischen Presslandschaft heraus. Diese werden jeweils mit einem Newsletter angekündigt. Wir weisen immer auf diesen Newsletter in unserem Lila-Kasten “Unsere Starken” hin. Für einmal aber wollen wir Ihnen, liebe Condorcet-Leserinnen und -Leser, den Newsletter als Condorcet-Beitrag in der ganzen Länge zur Verfügung stellen. Es ist unser Obulus an die einmalige Schaffenskraft dieses Pädagogen und Menschenfreundes, aber auch eine Anerkennung an die Leistung seiner Mitstreiter. Einige der vorgestellten Artikel finden Sie auch auf unserem Blog, die anderen können auf der Webseite der “Starken Schule Zürich” heruntergeladen werden.

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