19. Oktober 2026
Protest in Paris

Lehrer verbrennt Abi-Klausuren aus Protest vor Schule

An einer Pariser Berufsschule hat ein Englischlehrer 63 Abitur-Klausuren verbrannt. Dabei handelte es sich um eine Protestaktion gegen das französische Schulsystem, da keiner seiner Schüler in der Lage gewesen sei, Englisch zu sprechen.

Aus Protest gegen Schwächen im französischen Schulsystem hat ein Lehrer Dutzende Abitur-Klausuren vor einem Pariser Berufsgymnasium verbrannt. In einem Metalleimer zündete der Englischlehrer am Dienstag die Englischklausuren von 63 Schülerinnen und Schülern an, berichtete die Zeitung „Le Parisien“ am Mittwoch.

Keiner seiner Schüler sei in der Lage gewesen, Englisch zu sprechen, was zeige, dass der Unterricht der vergangenen sieben Jahre nichts tauge, sagte der Aushilfslehrer. Deshalb habe er seiner Klasse die Prüfungsaufgaben verraten. Als dies aufflog und es andere Aufgaben gab, habe er sich zu der spektakulären Aktion entschieden, die von der Zeitung gefilmt wurde.

Von den 63 Arbeiten, die er verbrannt habe, sei die große Mehrheit seiner Meinung nach katastrophal gewesen, sagte der Lehrer. Das zeige, dass es nicht am mangelnden Lernwillen einiger Schüler gelegen haben könne.

Wie die Schulbehörde der Zeitung sagte, sei Anzeige gegen den Aushilfslehrer erstattet worden, dessen Vertrag nicht verlängert werde. Es seien Vorkehrungen getroffen worden, damit die Schüler beim Abitur nicht benachteiligt werden. Ob sie die Prüfung wiederholen müssen, wurde nicht gesagt.

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