29. November 2022

Interview mit einem Reformkritiker, der auch die Reformkritiker kritisiert

Die Redaktion hat geschmunzelt und von einem Altherren-Veteranen-Gespräch gesprochen. Trotzdem findet sie dieses Gespräch zwischen den beiden Reformkritikern, Lehrern und Condorcet-Autoren Alain Pichard und Res Aebi aufschlussreich. Es ist nicht nur eine kurzer Abriss über den Kamf gegen unausgegorene Schulreformen, es ist auch eine berührende Geschichte von zwei Freunden, die sich beigestanden, sich überworfen und wieder gefunden haben. Unter anderem im Condorcet-Blog.

Res Aebi, Französischlehrer, Schulleiter, Fusballtrainer und Buchautor: Du hast Pulver falsch eingeschätzt.
Alain Pichard, Lehrer Sekundarstufe 1, GLP-Grossrat im Kt. Bern und Mitglied der kantonalen Bildungskommission: Ich habe viel von dir gelernt.

Lieber Res, weisst du noch, wann wir uns kennengelernt haben?

Wann wir uns physisch zum ersten Mal gegenüberstanden, weiss ich nicht mehr. Aber zusammengeführt hat uns der Kampf gegen die Schüler*innen-Beurteilung, die der Kanton Bern im Jahr 2004 über die Lehrer*innen ergossen hatte. Wir bekämpften SchüBE beide, ohne voneinander zu wissen.

Es war in der Tat unglaublich. Zwei Tage zuvor war ich wegen eines SchüBE-kritischen Artikels vom damaligen Bildungsdirektor nach Bern zitiert. Ich sass – nur von meinem Gewerkschaftsvertreter begleitet – acht hochrangigen Personen gegenüber, die mir klarmachen wollten, dass ich Loyalitätspflichten verletzt hatte. Sogar mein Kommissionspräsident war anwesend und mir zutiefst feindlich gesinnt … und zwei Tage später kamt ihr mit eurer Unterschriftensammlung. Damit war der ganze Druck weg. Doch muss ich zugeben, dass ich vor dieser Verhandlung eine schlaflose Nacht hatte. Als Organisator eines Lehrerstreiks und aktiver Gewerkschafter im linken VPOD wäre eine Anstellung in einer anderen Gemeinde kein leichtes Unterfangen gewesen. Für einen dreifachen Familienvater keine einfache Situation.

Es erstaunt mich, dass du so isoliert warst. Sonst ist ja die Vernetzung eine grosse Stärke von dir.

Alain Pichard: Meine Karikatur brachte das Fass zum Überlaufen.

Ist es übertrieben, wenn ich sage, dass du diese unselige SCHÜBE fast im Alleingang gebodigt hast? Es war ein Husarenstück!

Alain, es ist weit übertrieben. Ich war zwar der Initiant und Koordinator der Aktion, wurde aber unterstützt von meiner ganzen Schule. Der damalige Schulleiter (Bernhard Mändli) stellte sich mit Rang und Namen auf die Podien, zu denen wir eingeladen wurden, das Kollegium stand voll hinter uns, und die Schulkommission samt Schulpräsidentin verpackte die Unterschriftenbögen. Zudem unterstützte uns die Sekundarschule Schwarzenburg mit Schulleiter Peter Meyer und seinem ganzen Background gleichwertig bei der Aktion. Am Schluss war es ein Gesamtkunstwerk, an dem viele Players beteiligt waren.

Euer Erfolg war spektakulär, da brachen die Dämme, auch in meinem Kollegium…

Der Husarenstreich, das war sicher unsere Abschluss-PK mit der Übergabe der 5’500 Unterschriften gegen SchüBE: Die Erziehungsdirektion hatte uns für die faktische Beerdigung von SchüBE ihren grössten Sitzungsraum zur Verfügung gestellt. Ich fand das, nach einer schwierigen Vorgeschichte, ein Zeichen von Grösse. Und der Stopp von SchüBE war ein Signal. Er führte dazu, dass der überschäumende Reformeifer des Kantons für ein paar Jahre gebremst wurde – die Lehrpersonen konnten durchatmen.

Ich habe damals viel gelernt von dir … Man muss versuchen, sich breit aufzustellen, Verbündete gewinnen…

SchüBE war unbeliebt und verärgerte die Lehrpersonen. Es gelang uns, die latente Unzufriedenheit aufzunehmen und gebündelt zum Ausdruck zu bringen. Aber dahinter steckte ein grosser  logistischer Aufwand. Wir mussten zum Beispiel irgendwo die ganzen Schuladressen organisieren – 2004 war genau das noch schwieriger als heute.

Andreas Aebi: Ich habe grausam gelitten.

Danach wurden wir Freunde – trotz des Fussballs!

Als YB-Fan litt ich damals grausam unter der Erfolglosigkeit meines Teams. Jahr für Jahr musste ich – meistens im St. Jakobspark – mitansehen, wie meine Gelbschwarzen gegen den FCB ehrenvoll verloren und am Schluss bestenfalls Zweiter wurden. Besonders schmerzvoll waren die Basler Schnitzelbängge, die man sich zu eben diesem Thema im Februar anhören musste. Inzwischen fühle ich mich sportlich markant besser aufgestellt. Aber da mein Fokus sowieso mehr dem Frauenfussball gilt, kann ich auch mal mit einem anderen Meister leben. Sogar mit dem FCZ. Du doch auch?

Die wahre Grösse zeigt sich in der Niederlage. Meine Bindung zum FCB wurde in den Zeiten des Misserfolgs eher noch stärker, denn vorher, in den goldenen Meister-Zeiten, war der FCB drauf und dran, ein Schicki-Micki-Klub zu werden.  Aber kommen wir zu dir zurück. Du wurdest auch Buchautor und ich durfte ganze Passagen deines Buches lektorieren.

Eine Liebeserklärung an unseren Beruf

Ja, ich habe 2013 mit «Hände hoch!» eine Art Hommage an unseren Beruf geschrieben, und darin durftest natürlich auch du nicht fehlen.

Ich durfte ganze Passagen lektorieren …

Ein Kapitel mit dem Titel «Herr Pichard!» ist einem Klassentreffen gewidmet, das wir zwischen dem OSZ Madretsch und der Sek Langnau organisierten. Hier erlebte ich von ganz nahe, was für ein leidenschaftlicher und einfühlsamer Lehrer du bist ­– und welche unterschiedlichen Berufs-Realitäten es im Kanton Bern eigentlich gibt. Hier, in der Multikulti-Schule Madretsch, brauchte es den Multitasker, Troubleshooter und Seelentröster Pichard, der zwischen Schulzimmern, Pausenhof-Schlachtfeldern und Sozialämtern herumraste. Dort, im beschaulichen Emmental, brauchte es einfach einen Lehrer. Ich habe grossen Respekt vor deiner beruflichen Leistung, Alain.

Weisst du, ich glaube, wir waren irgendwie seelenverwandt … zwei Typen, die Freude am Leben hatten, gut unterrichten und auch ein wenig gefallen wollten …

Zum Glück haben wir die veflixte Selbstgefälligkeit inzwischen abgestreift, gäu!  (lacht)

Als dann der Lehrplan kam, lancierten wir das Memorandum 550 gegen 550. Gedacht waren 550 Lehrkräfte, welche sich gegen 550 Seiten wehrten. Unterschrieben haben es schliesslich 1462 Lehrerinnen und Lehrer. Wie hast du diesen politischen Akt in Erinnerung?

Ein Erfolg, aber nicht mehr die gleiche Unterstützung.

Ich war zu Beginn ähnlich engagiert und motiviert wie bei SchüBE. In die redaktionelle Gestaltung des Memorandums war ich ja noch stark involviert. Bald realisierte ich aber, dass mir diesmal die lokale Unterstützung fehlen würde. Vom Gesamtschulleiter, dem unsere Schule mittlerweile unterstellt war, wurde ich als erstes ins Chefbüro zitiert und mit einem Verweis für meine publizistische Tätigkeit sanktioniert. Aber auch sonst harzte es mit dem Support…

Ich habe das vermutlich gar nicht richtig wahrgenommen, die Situation hatte sich geändert, wir stiessen auf viel weniger Support, obwohl auch das Memorandum ein Erfolg war und unter anderem dazu führte, dass der Lehrplan überarbeitet wurde …

Irgendwie konnte ich das nachvollziehen: So ein Lehrplan ist eine heisse Suppe voller Abstraktionen. Die Berner Lehrer*innen löffeln sie traditionellerweise erst im Gazpacho-Zustand aus, wenn überhaupt. Und im Unterschied zur SchüBE, die wir vor der Aktion bereits erprobt und für nutzlos befunden hatten, stand die Umsetzung des LP 21 ja erst bevor.

Er hörte jedem aufmerksam zu, machte kaum Notizen, brachte dann die Verhandlungen aber messerscharf auf den Punkt und fällte Beschlüsse erst dann, wenn sie ausdiskutiert waren.

Danach wurden wir von Bernhard Pulver eingeladen. Nach dem Gespräch lud er dich als Kritiker in das Gremium der Lehrplanmacher ein. Wie siehst du deine Tätigkeit heute?

Damaliger Erziehungsdirektor Bernhard Pulver: Mich überzeugte Bernhard Pulvers Argument, dass man diesen Lehrplan nicht mehr verhindern, aber noch mitgestalten konnte.

Es war eine meiner besten Entscheidungen. Beeindruckend waren auch seine Auftritte im Umsetzungsausschus zum LP 21. Wenn eine Vorlage seiner Direktion nicht dialektisch aufbereitet war, wies er sie zurück. Er hörte jedem aufmerksam zu, machte kaum Notizen, brachte dann die Verhandlungen aber messerscharf auf den Punkt und fällte Beschlüsse erst dann, wenn sie ausdiskutiert waren. Dazu gehörte auch, dass er Leute wie mich, wie die Väter und Mütter im Ausschuss, die gerade eigene Schulkinder hatten, und wie die Vertreter*innen von Bildung Bern wirklich ernst nahm. Im Verbund konnten wir beispielsweise erwirken, dass Eltern und Kinder nicht (schon wieder) mit Beurteilungs-Formularen überFLUTet wurden.

Ich sehe das natürlich immer noch anders. Bei aller Wertschätzung dieses Mannes, als Leiter des Lehrplangremiums war er mitverantwortlich für diese schwurbligen Kompetenzformulierungen, er wollte die überfachlichen Kompetenzen (Kann mit Vielfalt umgehen, Skala 1 -10) einführen und er stand voll hinter dem Passepartout-Blödsinn …

Ich habe ihn im Sitzungszimmer ganz anders erlebt. Er liess sich durch gute Argumente aus der Schulpraxis durchaus von seinen eigenen Positionen abbringen, immer wieder. Auch wenn du DIESE Petition vielleicht erst morgen unterschreibst, Alain: Ich finde, Bernhard Pulver ist ein aussergewöhnlicher Schnelldenker und Pragmatiker. Pulver for Bundesrat!

Ich habe rasch realisiert, dass rechtskonservative Kreise unsere pädagogisch unterlegte Opposition politisch zu instrumentalisieren versuchten.

Schon früh hast du dich über einen Teil der Lehrplankritiker genervt. Vor allem hast du dich konsequent gegen rechts abgegrenzt … Der Reformkritiker wurde auch ein Reformkritiker-Kritiker.

Ich habe rasch realisiert, dass rechtskonservative Kreise unsere pädagogisch unterlegte Opposition politisch zu instrumentalisieren versuchten. Plötzlich wurden wir von Fundamental-Patrioten wie Ulrich Schlüer und von freikirchlichen Kreisen gefeiert, aus sehr spezifischen Motiven.

Übertreibst du da nicht etwas? Ich habe mit diesen Leuten geredet. Sie hatten in ihrer Mehrheit ehrliche Motive und eine andere Sicht von Schule …

Ich bin im Geiste ein naturliebendes, liberales und vielfältiges Geschöpf. Eine Zusammenarbeit mit Leuten, die die Wahrheit für sich gepachtet haben oder gar für ihre Nation, kam für mich nicht in Frage.

Es kam zum Bruch zwischen uns. Wegen meiner permanenten Pulver-Kritik? Habe ich eure Bromance gestört?

Ach, was, das war nebensächlich. Aber ich konnte nicht verstehen, dass du für die «Weltwoche» schreibst und dem Rechtspopulisten Köppel zudienst, nur weil sich der die Flagge der Intellektualität und der Meinungsfreiheit umgehängt hatte.

Wieso soll ich nicht in der Weltwoche schreiben, Bodenmann tut es ja auch.

Wieso denn? Bodenmann, Wermuth, Muschg, ja sogar die Funincello schreiben ja auch für die Weltwoche …

An Köppel stört mich ganz konkret, dass er als landesweit ausgerichteter Journalist einen zweiten Hut trägt, der sich ganz schlecht mit seinem Beruf verträgt: Er ist gleichzeitig Nationalrat. Wenn man die Medien als die vierte Staatsgewalt im Lande betrachtet – und das sind nach Köppels eigener Lesart die Medien ja – dann müsste er spätestens nach seiner Wahl den Job bei der Weltwoche im Sinne der Gewaltentrennung an den Nagel gehängt haben. Hat er aber nicht – im Gegenteil: Wiederholt stand seine parlamentarische Immunität zur Debatte, weil Internas aus Kommissionen plötzlich in der Weltwoche auftauchten. Ein journalistisches No-Go und eines Politikers unwürdig.

Einverstanden, aber ist denn das Problem nicht auch, dass die Mainstream-Medien, und vor allem auch die Linke, diese Bildungsreformen fast bedingungslos unterstützt hatten und viel zu wenig kritisch waren?

Die Mainstream-Medien … das ist auch so ein Begriff von Köppel. Wer soll denn das sein? Du willst doch nicht im Ernst behaupten, Zeitungen und Portale wie «20 Minuten», «Blick» oder der «Bund» seien auf derselben politischen Linie? Das Problem bei den Reformen war das mediale Schweigen. Wen interessiert denn so ein Lehrplan, Alain? Ist doch einfach kein journalistischer Gassenhauer.

Von dir stammte ja der Satz: «Die Genossen scheinen nur noch für die Genossen in den Büros zu kämpfen.»

Zu dieser Aussage stehe ich heute noch. Leider hat sich auch in meiner alten Partei (heute bin ich parteilos) teilweise das Klüngel-Prinzip ausgebreitet. Die SP ist damit zwar beileibe nicht allein, es ist trotzdem stossend.

Was mir wirklich auf die Nerven geht, ist dieses «Guilt by association» , wie die Engländer sagen. In Frankreich lehnen sich ja auch die Linke Badinter und der rechte Finkelkraut gegen die Bildungsreformen auf. Der Franzose sagt dem «Alliance contrenaturelle», niemand käme in Frankreich auf die Idee, Frau Badinter das vorzuwerfen. Es geht doch um die Inhalte.

Hundertprozentig einverstanden. Das Problem ist nur: Wie bringst du diese anspruchsvollen Debatten zur volksdemokratischen Basis, etwa zu den Bildungsabteilungen einer Gemeinde, die oft entscheidende Weichenstellungen vornehmen müssen? Ich weiss das selber nicht.

Der Einspruch: Liberaler und linker Widerstand gegen den Lehrplan 21. Eine Erfolgsstory.

Ich habe mit Beat Kissling und Yasemin Dinekli zwei Broschüren «EINSPRUCH» herausgegeben, mit denen ich vor allem die linke Kritik bündeln wollte. Es schrieben fast nur explizit linke Kritiker in diesen Broschüren. Du nicht. Warum?

Meine eigene Schule wurde in dieser Zeit von Führungswechseln durchgeschüttelt. Ich musste mithelfen, das Kollegium und den Betrieb irgendwie wieder in die Spur zu bringen, zunächst in der Steuergruppe, dann als Interims-Schulleiter. Ausserdem hatte ich alle Hände voll zu tun beim Fussballverband Bern-Jura, wo ich den Frauenfussball voranzubringen versuchte.

Ich habe die Lehrplaninitiative der Kritiker unterstützt. Auch hier gingen unsere Meinungen auseinander. Und du solltest letztlich Recht behalten. Wir gingen mit nur 30% Unterstützung regelrecht unter. Wie siehst du das heute?

Ihr wart erstens zu wenig breit abgestützt …

Kein Wunder, wir wurden ja auch in die Schwefel-Ecke gestellt ….

… zweitens war der Lehrplan inzwischen eingeführt – und fast geräuschlos. Und drittens habt ihr euch zu ideologisch gegen die Kompetenz-Orientierung aufgelehnt. So, wie ihr den Kompetenz-Begriff gebrandmarkt habt, wurde und wird er zum Glück in den meisten Schulen nicht umgesetzt. Ausserdem haben sich namhafte LP-21-Promotoren – auch dank eures Drucks – in der Zwischenzeit korrigiert, indem sie dem Wissen wieder den nötigen Respekt entgegenbringen. War ja schon immer einleuchtend: Ohne (Vor-)Wissen baust du keine Kompetenz auf. Oder wie willst du eine Schraube in die Decke drehen, wenn du nicht weisst, was eine Schraube, ein Schraubenzieher und eine Decke sind? Mit anderen Worten: Eure Initiative wurde versenkt, weil die Stimmbürger*innen an den gesunden Menschenverstand glauben. Ist doch auch nicht schlecht.

Es war nicht meine Initiative, ich habe sie einfach unterstützt …

Mitgehangen, mitgefangen. Das wäre dann ein Klassiker.

Diesen Punkt gewinnst du … Als wir den Condorcet-Blog gegründet haben und ich dich gefragt habe, ob du mitmachst, hast du aber sofort zugesagt. Was findest du an diesem Blog gut?

Er fördert die Vielfalt! Die Verwaltungs- und Fachpresse ist oft eine Hofpresse und neigt entsprechend zur Selbstbeweihräucherung. Und die beackern natürlicherweise nur die Themen mit politischem Zündstoff, womit wir wieder beim Thema Gassenhauer landen. Für die alltäglichen Sorgen, die die Lehrpersonen, die Schüler*innen und ihre Eltern umtreiben, fehlt manchmal eine Plattform. Vor allem aber fördert Condorcet den pädagogischen Dialog. Damit das gelingt, braucht es unterschiedliche Meinungen von jungen und älteren Menschen mit vielfältigem Hintergrund. Ich wünsche weiterhin gutes Gelingen!

Das Wichtigste: Ich werde bis zuletzt mit einem Kribbeln im Bauch in die Schule radeln.

25 Jahre, 20 Bildungsreformen, nächstes Jahr wirst auch du pensioniert. Welche Bilanz ziehst du?

Das Wichtigste: Ich werde voraussichtlich bis zum letzten Schultag mit einem Kribbeln im Bauch zum Schulhaus radeln. Schule geben ist einfach schön. Solches Seelenglück verdanke ich der Vielfalt von Schüler*innen, denen ich begegnen durfte, aber auch den vielen kreativen Kolleg*innen, von denen ich manches abschauen konnte. All die schönen Erfahrungen überstrahlen bei weitem die kleinen Ärgernisse. Unausgegorene Reformen? Alles Peanuts! Man kann ja dagegen kämpfen.

Und zum Schluss: Wer wird Schweizer Fussballmeister bei den Männern und bei den Frauen?

Ich traue den Degen-Brüdern zu, die Transferumtriebe von Sion-Präsident Christian Constantin noch zu übertrumpfen. Meister wird also wieder YB. Die haben irgendwie nicht nur auf dem Spielfeld ein System. Im Frauenfussball wirft Arsenal den FCZ aus der Champions League, womit auch die Basler wieder zufriedengestellt wären. Mir häbe zäme, Alain!

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3 Kommentare

  1. Zusammenfassung: Der Schulleiter ist links und bleibt links. Politisch Andersgesinnte haben per se unehrenhafte Anteile in ihrem Tun.

    1. Warum so bissig? Die Verdienste des linken Schulleiters sind ja unbestritten und – auch wenn ich seine Ablehnung der “rechten” Reformkritik nicht teile – ist es ja ermutigend, dass zwei unterschiedliche gesinnte Reformkritiker befreundet sind und so offen über ihre Divergenzen sprechen können. Das ist beste Werbung für diesen Blog. Ausserdem habe ich viele ineressante Details über die vergangene Dekade erfahren, die mir noch nicht bewusst waren.

      1. Linke Intoleranz und Überheblichkeit kann ich nicht ausstehen. Ich habe (zusammen mit meiner Frau) mit Ueli Schlüer in einer Bildungskommission zusammengearbeitet. Er hat(te) ein wirkliches Anliegen für die Volksschule, die heute leider zunehmend zur “Follgsshule” wird, gerade aufgrund linker und woker Interventionen.
        Doch das ganze Interview atmet m. E. eh den Groove zweier sich gegenseitig auf die Schultern klopfender Buddies.

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