8. Dezember 2022

Digitalisierung ist kein pädagogisches Konzept – Ein Veranstaltungshinweis

Wir empfehlen unseren Leserinnen und Lesern wärmsten diese von unserer “Schwestergesellschaft” GBW mitorganisierte Tagung in Offenburg. Initianten sind unter anderem auch unsere beiden Condorcet-Autoren Ralf Lankau und Jochen Krautz. Auf nach Offenburg!

20./21. Mai 2022: Fachtagung „Lehren aus der Pandemie“

Wir laden Sie ein zu einer Hybrid-Tagung (Präsenzvorträge in Offenburg und Übertragung per Video ins Netz) am Freitag, den 20. und am Samstag den 21. Mai 2022.

Veranstalter sind die Hochschule Offenburg (grafik.werkstatt hso und Projekt futur iii) in Kooperation mit der Gesellschaft für Bildung und Wissen e.V. , dem Bündnis für humane Bildung, der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW e.V.) und der Volkshochschule Offenburg.

  • Freitag 20. Mai 2022, 19.00-21.00  Uhr:  Abendvortrag Prof. Dr. Carl Bossard (VHS Offenburg)
  • Samstag, 21. Mai 2020 09.00-17.00 Uhr Fachtagung futur iii 2022 (HS Offenburg)

Anmeldungen für die Teilnahme jetzt möglich.

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„Medien strukturieren unsere Wirklichkeitserfahrung.“[1] Von der Schrift über Gutenbergs Buchdruck bis zu Web&App verändern (anfangs immer) „neue“ Medien kommunikative und soziale Strukturen. Aktuell sind für viele Menschen mobile Endgeräte, Web und Apps das „Fenster zur Welt“ – allerdings um den Preis des permanenten Rückkanals für personalisierte Daten[2]. Aus einer technischen Infrastruktur zur Datenübertragung, Kommunikation und Kriegsführung (!) wird ein Kontroll- und Steuerungsinstrument für die Zivilgesellschaft.[3] Weder der „unbeschränkte Digitalkapitalismus nach amerikanischem Vorbild“ noch die „orwellianische Staatsüberwachung“ wie in China[4] sind eine Option für Europa, schon gar nicht für Bildungseinrichtungen. Doch der dominante, vor allem manipulative Einfluss medialer, meist audiovisueller Kommunikation per Web ist als Teil heutiger Lebenswirklichkeit ein notwendiges Thema im Unterricht. Dabei sind Gestaltungsfächer ideal dafür geeignet, übergreifende Bildungsziele wie (Medien-)Mündigkeit, Reflexionsvermögen und Selbstverantwortung zu vermitteln, weil durch die Analyse medialer Artefakte und eigene Gestaltungspraxis der Wechsel von einer passiven Konsumhaltung in den aktiven, diskursiven und emanzipierenden Gestaltungsmodus gelingt.

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