10. April 2026

Die Zahl des Monats: 36’600

Oft wird argumentiert, dass der digitale Unterricht Kosten einsparen würde. Eine Studie der GEW behauptet, dass der nicht hinlänglich sichergestellte IT-Support sich als Achillesferse des Digitalpakts in Deutschland erweisen könne (GEW, 2019).

Enorme Kosten!

Der Stellenbedarf für IT-Support berechnet sich nach Anzahl der eingesetzten Endgeräte. Bei laut KMK  (Kultusministerkonferenz) aktuell knapp 11 Millionen Schülerinnen und Schülern in Deutschland und einem Schlüssel von einer Systembetreuer-Stelle pro 400 Endgeräten kommt man auf einen Bedarf von 27.500 IT-Stellen in Schulen. Bei einem Schlüssel von einer Support-Stelle für 300 Endgeräte (als Betreuungsschlüssel für Schulen realistischer) sind es mehr als 36.600 Stellen – für die Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt fehlen.

Allein für die Mindestausstattung der Berufsschulen, die ohne aktuelle Rechner und IT in der Tat nicht ausbilden könne, seien eine Milliarde Euro pro Jahr erforderlich, die Pakt-Gelder (Digitalpakt) damit aufgebraucht. Für allgemeinbildende Schulen würden in den kommenden fünf Jahren weitere 15,76 Milliarden Euro benötigt. Daraus ergebe sich ein Gesamtbedarf von 21,025 Milliarden Euro – eine beachtliche Differenz von rund 15 Milliarden Euro.

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«Ökonomisierung der Schule» – bloss ein Schlagwort?

Hans Rentsch (1943) ist promovierter Ökonom (Dr. rer. pol.), Organisations- und Strategieberater für Firmen im In- und Ausland, Buchautor und ein klarer Vertreter freiheitlicher und liberaler Grundsätze, als solcher auch ein Unterstützer des Condorcet-Blogs von Beginn an. Gar nicht einverstanden ist der Mann der Wirtschaft mit dem Vorwurf, die Schule werde ökonomisiert, will heissen, nach industriellen und wirtschaftlichen Prinzipien umorganisiert. Mit Wirtschaftlichkeit, so eine seiner Kernaussagen, haben die heutigen Reformen gar nichts zu tun.

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