Das Zitat der Woche: Diesmal von Dr. Simone Pfenninger

Es war zu erwarten: Treffender haben die beiden Sprachforscher Pfenninger und Singleton wohl die Haltung der Behörden kaum ausdrücken können, wenn es darum geht, eigene Irrtümer einzugestehen. Deshalb hat die Redaktion des Condorcet-Blogs die ihre Konklusion als das Zitat der Woche bestimmt.

“Schließlich, und vielleicht am wichtigsten, stellt sich die Frage des möglichen Gesichtsverlusts; Bildungspolitiker sind nicht bereit, eine Intensivierung des Fremdsprachenunterrichts über kürzere Zeiträume später im schulischen Lehrplan (d.h. in der Sekundarschule) in Betracht zu ziehen, da dies mit ziemlicher Sicherheit als ‘Rückzieher’ und als Eingeständnis des Scheiterns der neuen Bildungsgesetze betrachtet würde.”

Simone Pfenninger und David Singleton in «Beyond Age Effects in Instructional Learning»

Pfenningers und Singletons Langzeitstudie liegt nun vor!

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Andere Vorstellungen von gutem Unterricht

Die Zukunft unserer Volkschule hängt weitgehend davon ab, wieweit brav ausführende Lernbegleiter oder selbständig handelnde Lehrerpersönlichkeiten die Schulen prägen werden. Die reichhaltigen Erfahrungen als Geschichtslehrer und -didaktiker veranlassen Condorcet-Autor Hans Peter Amstutz dazu, die vielfältigen Möglichkeiten eines Unterrichts zu reflektieren, der nicht auf ein reines Lernmanagement reduziert wird, sondern in dem die Lehrperson ihr kognitives Feuer zu entfachen versteht.

Ein Kommentar

  1. BildungspolitikerInnen sind zu gar nichts bereit, wenn es um Eingeständnisse von Fehlern geht. In dieser Hinsicht sind sie einem Bildungsideal hörig, das vor 100 Jahren galt: Der Lehrer hat immer recht.

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