Das Missverständnis von Salamanca
Die Integrative Schule – ein Murks mit Ansage
Condorcet-Autor Roland Stark (SP), ehemaliger Grossrats- und Parteipräsident, fasst in prägnanten Sätzen zusammen, wie gross die Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit in Sachen integrative Schule ist und erinnert an das grosse Missverständnis von Salamanca.
Nach Nein zur Bildungsinitiative
Michael Hermann: «Wenn man verliert, gibt man Deutungshoheit ab»
Laut dem Politgeografen haben viele die Berner Bildungsinitiative als Lehrer- statt als Bildungsinitiative wahrgenommen. Statt auf einen Gegenvorschlag zu setzen, hätten sich die Initianten «übernommen». Der Journalist Kaspar Keller fasste für die Berner Zeitung und den Bund verschiedene Reaktionen zusammen. Brisant: Die Lehrerorganisation setzte für diese Initiative sage und schreibe 500’000 Fr. ein, das Gegenkomitee 8’000 Fr.
Zu den Umfrageergebnissen des LCH zur integrativen Schule
Integration: Das Klassenzimmer als Versuchslabor
Die integrative Schule war einst angetreten, die alte Welt der Kleinklassen wegzufegen. Zurück bleibt ein Klassenzimmer, in dem alle gemeinsam unterrichtet werden und die Lehrpersonen gleichzeitig individualisieren, differenzieren, intervenieren, deeskalieren und manchmal sogar noch unterrichten.
Nun hat der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) seine Umfrage zur «inklusionsorientierten Schule» ausgewertet. Das Ergebnis dürfte für die Integrationsbefürworter ungefähr so angenehm sein wie ein Regenschirm im Sturm. Die Realität im Klassenzimmer lässt sich eigentlich nicht mehr länger wegreden. Ausser man heisst LCH.
Baustellen an den Schulen
“Die Rückkehr zum Wesentlichen ist ein Muss”
Die Schulen im Baselbiet stehen vor vielen Herausforderungen: überhitzte Schulzimmer, sinkende Sprachkompetenzen, ein überladener Lehrplan und eine Integrative Schule, die an ihre Grenzen stösst. Condorcet-Autor Philipp Loretz, Präsident des Lehrerinnen- und Lehrervereins Baselland, fordert im Interview mit der Baselbieter “Volksstimme” eine “mutige Kurskorrektur”.
Manifest für einen bildungswirksamen Unterricht
Philipp Loretz: Sicht der Lehrerschaft
An der Medienkonferenz zum Fremdsprachenkonzept, zur Ausbildung der Lehrpersonen und zur integrativen Schule hat sich eine parteiübergreifende Gruppe aus Politikern und Politikerinnen sowie Bildungsexperten und Bildungsexpertinnen geäussert. Folgend finden Sie das lesenswerte Statement von Philipp Loretz, Präsident des Lehrerinnen- und Lehrerverbandes Baselland, welches auf sieben zentrale Themen eingeht.
Unterricht
Mehr Lehren, weniger Integration: Die Schulen brauchen eine Rückbesinnung aufs Wesentliche
Die integrative Schule ist ein pädagogischer Sündenfall. Die Befürworter stehlen sich aus der Verantwortung. Sie wollen Kinder wie Erwachsene behandeln, obschon bei diesen “überdiagnostiziert” wird, kommentiert Sebastian Briellmann in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ).
Die "Appenzellisierung" der schweizerischen Bildungslandschaft
Von Appenzell lernen heisst siegen lernen
An der Landsgemeinde vom 28.4.2013 wurde Roland Inauen, Kurator des Museums Appenzell, zum Nachfolger von Carlo Schmid gewählt. In einer Kampfabstimmung mit einem äusserst knappen Vorsprung von 33 Stimmen. Nun tritt der Erziehungsdirektor zurück. Eine Würdigung von Condorcet-Autor Roland Stark.
Denkmoment
Die Volksschule ist aus dem Gleichgewicht geraten
Die Volksschule hat sich zu einem instabilen System entwickelt. Auf keiner anderen Bildungsstufe – bis hin zu den Universitäten – hat in den letzten Jahren ein derartiges «Umpflügen» stattgefunden. Bisherige, erfolgreiche Konzepte und Prinzipien wurden teilweise in eine Ecke gestellt. Von den Pendelausschlägen und den entsprechenden Kollateralerscheinungen sind in erster Linie die Lehrpersonen sowie die Schülerinnen und Schüler betroffen. Die entstandene Schieflage müsste korrigiert werden und wiederum in einen stabilen Zustand gelangen, schreibt Condorcet-Autor Niklaus Gerber.
Lernpädagogik
Bildung im Blindflug?
Er ist kein Mann der lauten Töne, der Bildungsforscher Stefan Wolter, doch er macht sich weithin hörbar Sorgen um die Lernleistungen der Schweizer Schüler. Sie seien deutlich schlechter geworden, und das Schlimme: Der Einbruch interessiere kaum jemanden. Ein Blick in die aktuelle Debatte, skizziert von Condorcet-Autor Carl Bossard.
Ein Bildungsdirektor redet Klartext
“Der Gender-Unfug hat an Schulen nichts zu suchen”
Laut dem Nidwaldner Bildungsdirektor Res Schmid ist das integrative Schulmodell in der heutigen Form gescheitert. Es sei wichtig, wieder Förderklassen für Kinder mit Einschränkungen einzuführen, sagt er im Gespräch mit Erich Aschwanden und Sebastian Briellmann. Dieses Gespräch ist in der NZZ erschienen.
