12. März 2026
DENKMOMENT

Elternzeit statt Handyzeit – oder: Fokussierte Elternbildung als Präventionsbeitrag

Die Auswirkungen des zunehmenden Medienkonsums füllen derzeit die Spalten unserer Zeitungen, werden in Fachkreisen intensiv diskutiert und überall ist eine wachsende Besorgnis festzustellen. Auch Condorcet-Autor Niklaus Gerber beschreibt die teilweise erschreckenden Auswüchse, sieht hingegen die Eltern in der Pflicht und möchte diese unterstützen.

Ausgangslage und Problemstellung

Das Volksschulsystem leidet an Zusatzaufgaben, die nichts mit dem Unterrichtsauftrag zu tun haben, für das die Lehrpersonen als Expertinnen und Experten des Lernens ausgebildet sind. Die sorgenvolle Zunahme an Schüler*innen mit medizinisch-diagnostizierten Beeinträchtigungen strapazieren dieses System über die Grenze des Zumutbaren hinaus. Das Hauptproblem sind die stark steigenden Fälle, die durch den unkontrollierten Medienkonsum der Kinder verursacht werden. Hierbei gehören die Social-Media-Apps Tiktok, Instagram, Youtube, Snapchat, Grok, etc. zu den problematischen Programmen. Dazu paaren sich Deepfakes[1], die gleichsam zur Bedrohung werden. Ihr Verführungs- und Abhängigkeitspotenzial führt zu den bekannten Symptomen, an denen die Kinder heute leiden: Aufmerksamkeitsdefizite, Schlafmangel, Ängste, Depressionen, Agressionen, auffälliges Verhalten[2], schlechtere Schulleistungen, soziale Isolierung und vieles mehr. Die dazugehörende Sorge besteht darin, dass die Z-Generation[3] als heranwachsende Eltern selbst Opfer des ungezügelten Digitalverhaltens sind und dieses eins-zu-eins ihrem Nachwuchs weitergeben. Wenn hierzu keine Bewusstseinsbildung und Musterbrechung passiert, werden die Folgen weiter zunehmen. Oder wie es in Goethes Zauberlehrling (1797) heisst: «Die Geister, die ich rief, werd’ ich nimmer los.»

Niklaus Gerber, war bis zu seiner Pensionierung im August 2021 Abteilungsleiter und Mitglied der gibb-Schulleitung und hat sich mit NORDWÄRTS – Kompass für kompetente Führung selbständig gemacht.
www.nord-waerts.com

Die Delegation an die Schule. – Die Volksschule wurde in den letzten Jahren in einen reaktionären Zustand geschoben. Die Erwartungshaltung von Eltern, dass die Schule «es schon irgendwie richten werde», ist zur Normalität geworden. Rund um das Kind werden Sondersettings eingerichtet, die mit viel Aufwand verbunden sind und das Unterrichten immer mehr auf die Seite drängen. Der nahezu alleinige und defizitorientierte Blick auf das angebliche Problemkind verstellt die Sichtweise auf mögliche Umgebungsfaktoren, die auch auf erzieherische Missstände hindeuten. Statt das Kind im familiär-sozialen Kontext zu verstehen, sucht man die Ursache rasch in neuronalen Strukturen oder genetischen Dispositionen. Folglich ist die Steigerung an entsprechenden und oft leichtfertig medizinisch begründeten Diagnosen und Verordnungen allzu häufig geworden. Fachleute sprechen aus diesem Grund auch von gesellschaftlich-konstruierten Bewertungsmustern[4] und von Zeitgeistphänomenen.

Die Fokussierung auf das Kind. – Die Toleranz von kindlichen Verhaltensabweichungen wird immer kleiner. Was früher als normale Bandbreite galt, liegt heute ausserhalb im so genannten Auffälligkeitsbereich. Die Schwelle zur Diagnose und zur Verabreichung von Medikamenten ist so niedrig, dass sie kaum noch zwischen Entwicklungsvarianz und behandlungsbedürftiger Störung unterscheidet. In einem bemerkenswerten Interview unter dem Titel «Wir untergraben die Idee von Normalität in der Kindheit» wird diese Aussage[5] erläutert. In der Tat durchleidet die Volksschule eine Flut an diagnose-gestützten Beeinträchtigungen ihrer Schülerinnen und Schüler. Neben den langjährig bekannten Symptomen wie Dyskalkulie (Rechenstörung), Dyslexie (Lese-Rechtschreib-Störung) sind es heute insbesondere die vielfältigen Formen innerhalb der ASS (Autismus-Spektrum-Störung) sowie das Thema ADHS (Aufmerksamkeits-defizit-/Hyperaktivitätsstörung). Aktuell und relativ neu treten an Volksschulen die ersten Fälle von PDA (Pathological Demand Avoidance)[6] auf. Ebenso neu erscheint der Überbegriff «Neurodivergenz», den sich prominente Personen und Influenzer*innen zuschreiben, um ihre angebliche Einzigartigkeit, Kreatitivität und Begabung hervorzuheben[7]. Die Aufzählung ist nicht abschliessend und auch nicht quantifiziert[8].

Es ist deshalb nicht erstaunlich, dass wegen solcher «Nebenschauplätze» überlastete Lehrpersonen aus dem grossartigen Beruf aussteigen mit der Begründung «Das will und brauche ich nicht mehr

Die Rolle und das Leiden der Lehrpersonen. – Zu den Herausforderungen an den Volksschulen zählt deshalb nicht primär die Klassengrösse, sondern die Streubreite unter den kognitiv-verschiedenen und insbesondere verhaltensauffälligen Kindern[9]. Lehrpersonen sind zu Krisenmanager*innen geworden. Bei ihnen liegt die Initiative, wenn es darum geht, Elterngespräche zu organisieren und zu führen. Je nach Schweregrad müssen sie den schulpsychologischen Dienst, die Heilpädagogin, die Logopädin, die Klassenassistenz, die Zivildienstleistenden, die zuständige Schulleitung und eventuell weitere Fachstellen beiziehen. Und ihnen obliegt es, Termine zu organisieren und meist auch Schriftlichkeiten zu verfassen. Das alles generiert immensen Aufwand, der spür- und sichtbar zunimmt. Es ist deshalb nicht erstaunlich, dass wegen solcher «Nebenschauplätze» überlastete Lehrpersonen aus dem grossartigen Beruf aussteigen mit der Begründung «Das will und brauche ich nicht mehr

Die Hintergründe

Der Frage nachgehend, weshalb wir eine dermassen starke Zunahme an Verhaltensauffälligkeiten bei unseren Kindern haben, führt zu verschiedenen Antworten:

  • Wir verfügen heute grundsätzlich über bessere und differenziertere Methoden, um mögliche Beeinträchtigungen zu diagnostizieren. Dabei laufen wir Gefahr, kleinste Abweichungen im Verhalten des Kindes als Anormalität zu betiteln.
  • Auf den sozialen Medien ist rund um die erwähnten Beeinträchtigungen ein Hype entstanden. Und zwar im reziproken Sinn. Jugendliche solidarisieren sich mit Influencer*innen, die ihre Beeinträchti-gungen als einzigartig und aussergewöhnliche Stärke bezeichnen. Der dadurch entstehende Vergleichs-druck unter den Peergroups ist enorm. Er führt dazu, dass immer mehr Jugendliche eine Diagnose aktiv einfordern, um dazuzugehören[10]. Und es ist quasi Mode geworden, sich als Mensch von der Norm abweichend zu fühlen und sich damit gar zu brüsten.
  • Viele Eltern sind heute erschöpft, gestresst, ungeduldig und überreizt. Ihre Überforderung führt dazu, dass sie teilweise auf eine Diagnose pochen, um das Verhalten ihres Kindes nicht mit ihrer Erziehung in Verbindung zu bringen. Der familiäre Druck ist teilweise so gross, dass – wenn sie von einer fachärztlichen Stelle keine Diagnose erhalten – es an einer anderen Stelle versuchen.
  • Weshalb lassen wir zu, dass Erziehung keine elterliche Pflicht mehr sein soll?
  • Viel zu oft – gerade auch von Fachpersonen – wird auf die heutige Gesellschaft als Ursache des Übels verwiesen und an den Pranger gestellt. Doch wer genau ist mit dieser Worthülse gemeint? Weshalb benennt man nicht die Familie als kleinster Teil dieser Gesellschaft? Weshalb wird der Fokus nicht dorthin gerichtet, wo die Quelle des Kinderlebens ihren Anfang nimmt? Weshalb verbietet man sich Fragen zur familiären Dynamik und beleuchtet die dortigen Umgebungsfaktoren nicht? Weshalb lassen wir zu, dass Erziehung keine elterliche Pflicht mehr sein soll? Weshab werden viele und auch noch so kleine Verhaltensweisen rund um das Kind, die zur menschlichen Realität gehören und Teil des menschlichen Erlebens und der Normailtät sind, medizinisch gedeutet und als behandlungsbedürftig eingestuft? Weshalb werden Kinder viel zu früh und mit fragwürdigen Argumenten stigmatisiert?

Die Lösungsvarianten

Verpflichtende Elternschaft. – Die Erziehung eines Kindes lässt sich nicht an die Schule delegieren. Wir müssen aufhören, die teilweise im Elternhaus verursachten Probleme auf die Schule abzuwälzen. Elternschaft bedeutet gemeinsame Verantwortung dem Kind gegenüber. Grundsätzlich liegt die Erziehung im Verantwortungsbereich der Eltern, im Zentrum steht das Wohl des Kindes. Die rechtliche Obhut ist Element der elterlichen Sorge. Sie ist unübertragbar und unverzichtbar. Es braucht keine Studien, um die Bedeutung der Eltern bei der Entwicklung von Selbstwert und Selbstvertrauen ihres Kindes hervorzuheben. Dieser Bedeutung zugeordnet sind zum einen die familienbezogene, kritische Analyse des eigenen Erziehungs- und Digitalverhaltens, zum andern die elterliche Standhaftigkeit und Mut, sich dem heutigen und problematischen Mainstream, der auf vielen Erziehungsfeldern Einzug hält, entgegenzusetzen und eine Vorbildrolle einzunehmen. Das kann beispielweise durch ein Netzwerk gleichdenkender Eltern erreicht werden. Erziehung beinhaltet Anteilnahme am Kind. Eine solche umfasst eine aktive und aufmerksame Elternpräsenz, Interesse und Zuneigung.

Elternberatung. – Der Elternberatung[11] muss dringend ein grösseres Gewicht beigemessen werden. Bevor einem Kind leichtfertig ein Medikament verabreicht wird, müssten die Umgebungsfaktoren in der Familie analysiert werden. Mögliche Leitfragen rund um das Kind drehen sich um folgende Themen: Freizeitverhalten, Schlafverhalten, Essverhalten, Mitarbeit im familiären Kontext, Eltern-Kind Interaktionen, Digitalverhalten der Eltern und des Kindes, usw. Elterberatung heisst auch Elternschulung[12]. Hier gibt es viele Angebote, die besucht werden könnten oder müssten. Letztlich geht es um die Entlastung der Schule.

Aktive Eltern als hoffnungsvoller Ansatz. – Zunehmend werden Eltern[13] aktiv und schliessen sich mit den Elternräten der Volksschulen zusammen. Gemeinsam fordern sie klare Regeln für den Handygebrauch im Privaten und verpflichten sich, die Regeln als Erziehungsberechtige zu befolgen. Mit solch vorbildlichen und sinnvollen Initiativen wird Druck auf die Kinder und die Familie als Ganzes abgebaut. Noch jedoch sind die getroffenen Verhaltensregelungen zu wirkungsschwach[14]. Insbesondere technische Optionen rund um Smartphones sind zu wenig zielführend und können umgangen werden.

Statt den überfrachteten Lehrplan-Kompetenzenkatalog abzuarbeiten, sollen stellvertretend unter anderem persönliche und praxisorientierte Lernprojekte gefördert werden. Gleichzeitig soll der Unterricht zwischendurch draussen in der Natur stattfinden.

Den Fesseln des LP21 entfliehen. – Ebenso hoffnungsvoll sind Versuche mit neuen, didaktischen Unterrichtsformen, um der hohen Lehrpersonen-Fluktuation entgegenzuwirken. In Beitrag «Schule neu denken» eines langjährig erfahrenen Lehrers und Buchautors[15] weist dieser auf die Problematik verhaltensauffälliger Schüler*innen in seinen Klassen hin und propagiert einen neuen und in diesem Kontext schon öfters gehörten Unterrichtsansatz: Die Schule «out of the box» denken. Allem voran geht es um Mut zur Lücke. Statt den überfrachteten Lehrplan-Kompetenzenkatalog abzuarbeiten, sollen stellvertretend unter anderem persönliche und praxisorientierte Lernprojekte gefördert werden. Gleichzeitig soll der Unterricht zwischendurch draussen in der Natur stattfinden. Und einmal mehr rückt Schranz das Motto ins Zentrum, wonach Unterrichten Beziehungsarbeit darstellt. Mit seinem neuen Lernsetting – so der Autor – hätten einzelne Schüler*innen ihre Beruhigungsmedikamente gar absetzen können. Das ist sehr erfreulich, rund um die beschriebene Problematik jedoch lediglich wie ein Regentropfen im Schwimmbad.

Fazit

Es geht in diesen Zeilen nicht um ein allgemeines Elternbashing. Aber es gibt Erziehungsberechtigte, die ihre Pflicht und Verantwortung dem Kind gegenüber nicht wahrnehmen. Hier einen Fokus zu setzen, ist wichtig. Es dürfte nicht sein, dass die Sicht auf das Kind resp. auf die Schülerin und den Schüler lediglich defizitorientiert ist und normales, dem Alter entsprechendes Verhalten verdrängt und teilweise falsch interpretiert wird: «Dem Kind fehlt etwas und es muss abgeklärt werden». Die reflexartige Verschreibung von Medikamenten hat überhandgenommen. Es fragt sich, was es neben den vielen Studien, an denen Expertengremien, Bildungsforschende, Kinder- und Jugendärzte, Neurowissenschaftlerinnen, Fachpersonen aus dem Medienrecht und der Medienpädagogik, usw., beteiligt sind, noch braucht, damit wir aufwachen.

In der Analyse kommt man nicht umhin, die Smartphone-Problematik ins Zentrum zu rücken. Für Schulkinder braucht es kein solches Gerät. Der Argumentation derjenigen Eltern, welche die ständige Erreichbarkeit ihrer Kinder als zwingend anschauen, kann mit einem Dumbphone begegnet werden. Ein solches hat nur minimale Funktionen wie Telefonieren und SMS schreiben. Im Gegensatz zum Smartphone und zur Smartwatch     verfügt ein Dumbphone[16] über keine Internetfunktion und damit auch keinen Zugang zu den App-Stores.

Eltern ist anzuraten, endlich die Seite zu wechseln[17] und ihr eigenes Digitalverhalten zu reflektieren. Die Illusion, die Kinder so zu begleiten, damit sie einen verantwortungsvollen Umgang mit den erwähnten, suchterzeugenden Social-Media-Apps lernen, müssen wir verlassen. Es funktioniert nicht und stellt eine Selbsttäuschung dar. Kinder und Jugendliche sind schlicht unfähig zu einem mündigen Konsum[18]. Wohl können wir gewisse Apps sperren, Nutzungszeiten begrenzen, pädagogische Gespräche führen, doch bleibt es ein Kampf gegen Windmühlen. Und es hat auch nichts mit Selbstbestimmung der Kinder und Jungendlichen zu tun. Im Gegenteil, wir müssen sie vor den Gefahren schützen. Konkret führt kein Weg daran vorbei, die Eltern stärker als bisher in die Pflicht zu nehmen.

 

[1] Deepfakes sind mit KI erstellte Fälschungen von Bildern, Sprachaufnahmen oder Videos. Opfer sind u.a. Kinder, deren Bilder für KI-gestützte
Nacktdarstellungen und Kinderpornos genutzt werden.

[2] Dazu gehören – insbesondere bei Jugendlichen – Radikalisierungstendenzen, Hassreden, Extremismus, Frauenfeindlichkeit, Lügen, etc.

[3] Zu der sog. Z-Generation gehören 1995 bis 2010 Geborene. Sie sind heute zwischen 15 und 30 Jahre alt.

[4] Rudin, P., Mitglied Expertengruppe ADHS des Bundesamtes für Gesundheit sowie Repräsentant für Kinderschutz und Kinderrechte bei den

Vereinten Nationen. In: ElternMagazin, 12/2025, S. 45.

[5] Rudin, Pascal, Mitglied Expertengruppe ADHS des Bundesamtes für Gesundheit sowie Repräsentant für Kinderschutz und Kinderrechte bei den
Vereinten Nationen, meint «Wir untergraben die Idee von Normalität in der Kindheit». In: ElternMagazin, 12/2025, S. 42-47.

[6] Alltägliche Anforderungen wie Kleider anziehen, Zähne putzen, etc. sind für das Kind angeblich zu viel.

[7] Der Bund, 13.2.2026, S.2: Was ist eigentliche Neurodivergenz?

[8] Die Mittel für die sonderpädagogischen Fördermassnahmen erfolgen – gestützt auf die Angaben der einzelnen Schulen – durch die Behörden.

[9] Erwähnenswerte Auffälligkeiten gibt es bei den Buben. In manchen Kantonen erhalten fast 20% im Alter zwischen  11 und 15 Jahren (5. bis 9.
Klasse) Psychostimulanzen.

[10] Nolan, V., Störung mit Strahlkraft. In: ElternMagazin, 7-812/2025, S. 45.

[11] In der Schweiz ist das Netz der Elternberatung sehr engmaschig, meist kantonal oder kommunal organisiert: Mütter und Väterberatung MVB, Pro
Juventute, Elternnotruf, Erziehungsberatung, Regionale Fachstellen.

[12] Brisch, K.H. SAFE – Sichere Ausbildung für Eltern. 2020: Wer sich einen Hund zulegt, wird genötigt, mit dem Tier eine Hundeschule zu besuchen.
Wer Eltern eines Kindes wird, braucht hingegen nichts zu tun. Wäre es nicht prüfenswert, die Inanspruchnahme einer Beratung beim ersten Kind
zu empfehlen oder – wie es Stimmen dazu gibt – gar verpflichtend sein sollte?

[13] In Köniz BE gilt an den Volksschulen ein Handy- und Smartwatch-Verbot. Nun wollen Eltern auch im Privaten klare Grenzen setzen.
https://www.srf.ch/news/schweiz/smartphone-in-kinderhaenden-handy-erst-ab-der-7-klasse-eltern-setzen-auf-gemeinsame-regeln
Der Verein «Smartphone-freie Kindheit Schweiz» setzt sich generell für Altersbeschränkungen für Smartphones und Social-Media-Accounts ein.
https://www.smartphonefreiekindheit.ch

[14] In den USA versucht ein Anwalt von 1500 Familien, gerichtlich gegen die Techgiganten und Plattformbetreiber vorzugehen. Bei der Forderung
geht es um den Umbau der Plattformen und um das Ausschalten der suchterzeugenden Algorithmen. In: NZZ vom 14.2.2026, S. 55.

[15] Schranz, A., «Schule neu denken». Überlastung durch Verhaltensauffälligkeiten und Störungsbilder. ElternMagazin 9/2025, S. 65-67.

[16] Der Kaufpreis eines Dumbphones bewegt sich unter Fr. 100.00. Es funktioniert mit einer Prepaid-SIM-Karte oder einem (Familien-)Abonnement.

[17] Zitat des Bildungsjournalisten Wiarda, Jan Martin: «Als Vater habe ich mich geirrt und die Seite gewechselt.»
https://www.jmwiarda.de/blog/2026/02/12/bitte-verbieten

[18] Hertreiter, L., «Nein mein Kind! – In sozialen Netzwerken haben Menschen unter 14 nichts verloren.». In: DIE ZEIT, Nr.8, 19.02.2026.

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