10. Oktober 2026

Dieser Leserbrief hat es in die NZZ am Sonntag geschafft

Unserem Condorcet-Autor Felix Hoffmann wurde die Gnade erwiesen, seinen Leserbrief in der Zeitung veröffentlichen zu dürfen. Wir doppeln nach.

Es erstaunt nicht, dass FAZ-Mitherausgeber Jürgen Kaube den Fernsehmoderator Richard David Precht der „intellektuellen Schlampigkeit“ bezichtigte. Es ist nämlich genau diese unreflektierte Leichtfertigkeit, die wie ein Krebsgeschwür in der Bildungspolitik um sich greift. Geleitete Schulen ohne qualifiziertes Personal; selbst organisiertes Lernen, wo selbst Erwachsene mit Selbstdisziplin überfordert sind; Kompetenzorientierung ohne Definition von Kompetenz bzw. Inkompetenz; Fremdsprachenvermittlung ohne Wortschatz und Grammatik; Reform um Reform, deren Umsetzung nichts kosten darf. Mit all diesen schönfärberischen Pappnasenkonzepten brüsten sich selbst ernannte Bildungsexperten und Politiker zwecks Stellensicherung bzw. Profilierung. Letzten Endes aber sind es die Lehrkräfte, die sich jene roten Nasen aufsetzen müssen. Dadurch büsst ihr Beruf seit Jahren massiv an Attraktivität ein. „Philosophie ist die Kunst, intelligent übers Leben nachzudenken.“ Warum tun Sie’s dann nicht, Herr Precht?

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A bad night

Lange hat der Condorcet-Blog keine Beiträge mehr von Diana Ravitch und ihren Mistreiterinnen und Mitstreitern aufgeschaltet. Der Grund lag bei den US-amerikanischen Wahlen. Diane Ravitch und ihre Leute richteten ihren Blog über Monate auf den bevorstehenden Wahlkampf aus. Diane Ravitch setzte sich enorm für Joe Biden und einige Senatoren ein, welche versprachen, die verheerenden Entwicklungen im US-amerikanischen Bildungssystem wieder rückgängig zu machen. Für unseren Bildungsblog waren die zahllosen Artikel daher zu USA-spezifisch. Die Ikone der amerikanischen Bildungspolitik zeigte sich zuletzt sehr optimistisch. Nach der Wahlnacht kam aber vieles anders. Die Entscheidung ist noch offen und eine Wahl von Joe Biden alles andere als sicher. Soeben erreichte uns untenstehende Mitteilung. Eine sichtlich erschütterte Diane Ravitch schrieb uns einen Text, den wir unübersetzt wiedergeben.

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