26. Juli 2021

Dieser Leserbrief hat es in die NZZ am Sonntag geschafft

Unserem Condorcet-Autor Felix Hoffmann wurde die Gnade erwiesen, seinen Leserbrief in der Zeitung veröffentlichen zu dürfen. Wir doppeln nach.

Felix Hoffmann, BL, Sekundarlehrer, Condorcet-Autor

Es erstaunt nicht, dass FAZ-Mitherausgeber Jürgen Kaube den Fernsehmoderator Richard David Precht der „intellektuellen Schlampigkeit“ bezichtigte. Es ist nämlich genau diese unreflektierte Leichtfertigkeit, die wie ein Krebsgeschwür in der Bildungspolitik um sich greift. Geleitete Schulen ohne qualifiziertes Personal; selbst organisiertes Lernen, wo selbst Erwachsene mit Selbstdisziplin überfordert sind; Kompetenzorientierung ohne Definition von Kompetenz bzw. Inkompetenz; Fremdsprachenvermittlung ohne Wortschatz und Grammatik; Reform um Reform, deren Umsetzung nichts kosten darf. Mit all diesen schönfärberischen Pappnasenkonzepten brüsten sich selbst ernannte Bildungsexperten und Politiker zwecks Stellensicherung bzw. Profilierung. Letzten Endes aber sind es die Lehrkräfte, die sich jene roten Nasen aufsetzen müssen. Dadurch büsst ihr Beruf seit Jahren massiv an Attraktivität ein. „Philosophie ist die Kunst, intelligent übers Leben nachzudenken.“ Warum tun Sie’s dann nicht, Herr Precht?

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Andere Vorstellungen von gutem Unterricht

Die Zukunft unserer Volkschule hängt weitgehend davon ab, wieweit brav ausführende Lernbegleiter oder selbständig handelnde Lehrerpersönlichkeiten die Schulen prägen werden. Die reichhaltigen Erfahrungen als Geschichtslehrer und -didaktiker veranlassen Condorcet-Autor Hans Peter Amstutz dazu, die vielfältigen Möglichkeiten eines Unterrichts zu reflektieren, der nicht auf ein reines Lernmanagement reduziert wird, sondern in dem die Lehrperson ihr kognitives Feuer zu entfachen versteht.

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