Moses Mendelssohn (1729-1786) gilt als die Schlüsselfigur der jüdischen Aufklärung in Europa. Als Philosoph und liberaler Vordenker genoss er hohes Ansehen auch bei den nichtjüdischen intellektuellen Eliten seiner Zeit, und er bemühte sich als einer der ersten überhaupt um einen offenen Dialog zwischen Vertretern des Christentums und des Judentums. Das Zitat stammt aus dem Jahr 1777. Die Leserinnen und Leser des Condorcet-Blogs werden unschwer erkennen, welche Aktualität dieses Zitat in einer Zeit der Vereinheitlichungsbestrebungen und Standardisierung hat!
Moses Mendelssohn (1729-1786)
«Ich halte dafür, Einheit von Einerleiheit wohl zu unterscheiden. Diese hebt den Unterschied des Mannigfaltigen auf, jene bringt es in Verbindung. Das Einerlei steht dem Mannigfaltigen entgegen, die Einheit aber ist desto grösser, je mehr Mannigfaltiges und je inniger es verknüpft ist. Wenn diese Verknüpfung des Mannigfaltigen harmonisch geschieht, so geht die Einheit in Vollkommenheit über, mit welcher sich das Einerlei gar nicht verträgt. In der vollkommensten Einheit ist eine unendliche Mannigfaltigkeit auf das wesentlichst Unzertrennlichste höchst übereinstimmend verknüpft und also der höchste Grad der Vollkommenheit.»
Jg 1955, Biel, seit 42 Jahren Real- und Sekundarlehrer, vorwiegend an Brennpunktschulen in Biel, Mitinitatior des Memorandums «550gegen550», Mitherausgeber des «Einspruch», Gründer des «Lehrlings-und Migrantentheaters «TheaterzoneBiel», Gewerkschafter, Mitglied der GLP.
“Auch in Basel werden Primar- und Sekundarschüler mit einem Gehörschutz ausgerüstet. Der Konzentrationsverstärker wird vor allem in der Stillarbeitsphase eingesetzt.” Jean-Michel Héritier, freiwillige Schulsynode Basel-Stadt Als PDF herunterladen
Zum Wochenbeginn stellen wir Ihnen ein bemerkenswertes Zitat des deutschen Verlegers Josef Joffe vor. Der ganze Beitrag erschien in der NZZ am Samstag, dem 8. Mai 2021, unter dem Titel: “Irgendwann kollabiert das Absurde unter seinem eigenen Gewicht”.t