16. September 2019

Zitat der Woche: Verfilzte Schulleitungen

Unrühmliche Seilschaften an den Schulen, NZZ, 22.6. von Jörg Krummenacher.

Zeichnung: api

Wigoltingen ist kein Einzelfall. Verwerfungen an Schulen häufen sich auffällig – von der Volksschule bis zur Hochschule. Mittendrin finden sich jeweils die Schulleitungen und Rektorate. Unterschiedliche pädagogische Ansichten gehören zum Lehrerzimmer, beispielsweise bei der Umsetzung des Lehrplans 21. Kommt es aber zur offenen Auseinandersetzung, liegt dies oft am Verhalten der Schulleitung, an Machtspielen und Überforderung. Manche Konflikte legen soziale, fachliche und kommunikative Inkompetenz der Schulleitungen wie auch der zuständigen politischen Behörden offen. Gelegentlich wappnen sich Schulleitung und Aufsichtsbehörde gegen Kritik, indem sie eine unrühmliche Seilschaft bilden.

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Manche Politiker, Mitglieder von Erziehungsbehörden, Dozenten an Fachhochschulen oder Wirtschaftsvertreter, die in Entscheidungsgremien der Schulpolitik mitwirken, setzen sich dezidiert für Schulreformen ein. Dabei werden kritische Einwände, so sie denn überhaupt zur Kenntnis genommen werden, unwillig beiseite gewischt, als seien die Kritiker Leute, die noch immer am Dorfbrunnen waschen wollten, wo es doch längst Waschautomaten gäbe. Ein Beitrag des Condorcet-Autors Felix Schmutz.

Schulleitung und Inklusion

Niels Anderegg, Dozent an der PH-Zürich, hat mit seinem Artikel “Schulleitung an der Volksschule? – eine Erfolgsgeschichte” (4.8.19) hier auf dem Condorcet-Blog den Schulleitungsdiskurs eingeleitet (und auch einigen Widerspruch geerntet). Nun legt er noch einmal nach und schildert die Bedeutung der Schulleitung in der Inklusionsdebatte. Er hält das Engagement und die Qualität der Schulleitung für eine wichtige Gelingensbedingung!

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