1. Februar 2023

Universität

«Es kann nicht sein, dass das Studium des Teilzeit-Arztes von der Kassiererin bezahlt wird»

Stefan Wolter spricht im Interview über den schweren Stand der Berufslehre, den unguten Zustand, dass für Akademiker-Eltern nur das Gymnasium zählt – sowie die Befürchtung, dass es zu einer Umverteilung von unten nach oben kommt. Sebastian Briellmann, Journalist der Basler Zeitung, führte das Gespräch mit dem renomierten Bildungsforscher.

Universitäre Deutschkurse für Deutschlehrer!

Das Undenkbare wird Realität. Selbst Studierende mit eidgenössisch anerkannter Maturität beherrschen die Grundelemente der deutschen Sprache nicht mehr. Hochschulen bieten Kurse an. Eine Suche nach möglichen Gründen von Condorcet-Autor Carl Bossard

Ausbildung statt Studium? Deshalb wird das Handwerk immer attraktiver

Noch verdienen Akademiker in der Regel deutlich mehr als Handwerker, Pfleger und andere Dienstleister. Doch ein langfristiger Trend dürfte das schon bald verändern. Das ist gut und wichtig – denn nur so lässt sich ein Personalnotstand wirklich verhindern. Wir veröffentlichen einen Gastkommentar von Professor Thomas Straubhaar.

Die Gesellschaft der Hochqualifizierten – wenn die Bildung zur Industrieware wird

Der Mensch denkt gerne in Mustern. Akademiker gelten deshalb generell als hochqualifiziert – unabhängig von Fach, Leistung, Erfahrung und Können. Das wird der Realität aber nicht ganz gerecht, meint Claudia Wirz, Kolumnistin der NZZ.

Zitat der Woche: Jonathan Haidt und Greg Lukianoff

Das heutige Zitat stammt aus dem Buch der Autoren Greg Lukianoff und Jonathan Haidt, das uns Condorcet-Autor Alain Pichard wärmstens empfiehlt (allerdings nur auf Englisch erhältlich). Es handelt sich um eine der fundiertesten Analysen der aktuellen Vorgänge an den amerikanischen Universitäten, meint Alain Pichard.

Die Berufslehre bietet mindestens so gute Aussichten wie das Gymnasium

Der steigende Anteil an Akademikern und Ausländern unter den Eltern in der Schweiz setzt die Berufslehre unter Prestigedruck. Doch laut einer neuen Studie liefert die Berufslehre nach wie vor sehr gute Zukunftschancen. Hansueli Schöchli hat sich in der NZZ mit dieser Studie auseinandergesetzt und stellt sie vor.

Neue Rubrik: Die Zahl des Monats!

Die Redaktion des Condorcet-Blogs führt eine neue Rubrik ein. Einmal im Monat beschäftigt sie sich mit einer Zahl, die im aktuellen Bildungsgeschehen Aufmerksamkeit erregt. Den Beginn macht die Zahl 59.5%!

My University Sacrificed Ideas for Ideology. So Today I Quit.

Es mehren sich die Anzeichen, dass an unseren Universitäten nicht mehr frei gelehrt werden kann. Die Geschichte des Philosophie-Professors Peter Boghossian von der Portland State University ist bedrückend. Wir veröffentlichen hier seinen Kündigungsbrief an seine Direktorin. Dieser Brief ist zuerst im Bari-Weiss-Blog erschienen und wurde von Alain Pichard übersetzt.

«Es geht nicht nur um Wissenschaft, sondern auch um Geopolitik»

Ein beachtlicher Teil der Schweizer Hochschulen gehört zur Welt­spitze, die solide finanzierte Volksschule liefert gute Resultate und die Firmen investieren weiterhin in die ­Berufslehre. Dennoch sei das Bildungssystem zerbrechlich, warnt der Präsident der EPFL, Martin Vetterli. Dieses Interview erschien zuerst im Schweizer Monat.

„Wir produzieren zu viele Akademiker für Jobs, die es nicht mehr gibt“

Der Condorcet-Blog veröffentlicht hier ein bemerkenswertes Interview, das die WELT-Journalistin Andrea Seibel mit dem britischen Journalisten und Autor David Goodhart (64) führte. Goodhart veröffentlichte kürzlich sein Buch „Kopf, Hand, Herz. Das neue Ringen um Status. Warum Handwerks- und Pflegeberufe mehr Gewicht brauchen“. Darin prognostiziert er ein jähes Ende der Akademisierung, die er in vielen Bereichen für nutzlos hält.