Bedeutung des Sprachenlernens
Sprache als Bildungsaufgabe der Demokratie
Immer mehr Texte werden in «leichter Sprache» angeboten – von Behördeninformationen bis zu Klassikern der Literatur. Die Absicht ist ehrenwert: möglichst viele Menschen sollen verstehen, was geschrieben steht. Doch die Vereinfachung wirft eine grundsätzliche Frage auf: Was geht verloren, wenn Sprache nur noch leicht sein soll?, fragt Condorcet-Autor Carl Bossard.
Gastkommentar
Sprache ist mehr als nur Kommunizieren: Der Erwerb der Erstsprache ist die Basis von Bildung
In der hitzigen Debatte über den Fremdsprachenunterricht wird oft übersehen, dass eine solide Basis in der Erstsprache grundlegend ist für den Erwerb weiterer Sprachen wie für die erfolgreiche Vermittlung von Lernstoffen in den anderen Schulfächern. Wir bringen einen Kommentar der Psychologin und Heilpädagogin Eliane Perret, der zuerst in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) erschienen ist.
Was Lehrer erleben
“Ich brauche keinen Deutschunterricht!”
Was ein Prädikat ist, weiß kaum jemand, der Wortschatz ist so winzig wie die Aufmerksamkeitsspanne – und die meisten Kinder bestreiten offen, dass sie sich für die deutsche Sprache interessieren. Der Autor, Thomas Brey, ist in einer Realschule als Deutschlehrer eingesprungen. Sein Bericht, der in der WELT erschien, schockiert.
