Newsletter der Starken Volksschule Zürich
Bildung bedeutet Vertrauen ins eigene Denken gewinnen
Die beiden letzten Wochen rund um gestaffelten Schulstart nach den Sommerferien hatten es bildungspolitisch in sich. Was da an Themen aufgegriffen wurde, ging weit über die üblichen Vorschläge zu Strukturreformen, zu Notendiskussionen und den Streit ums Frühfranzösisch hinaus. Mit einer selten erlebten Geradlinigkeit wurde der Frage nachgegangen, welche pädagogischen Grundeinstellungen den Unterricht tatsächlich verbessern und was der Schule am meisten schadet, freut sich Condorcet-Autor Hanspeter Amstutz von der Starken Volksschule Zürich.
Die Konsequenzen nachlassender Erwartungen
Den Kindern etwas zutrauen
Der Condorcet-Blog begrüsst einen neuen Gastautor. Der Mathematikdozent an der Universität Zürich, Nima Moshayedi, stimmt dem Befund des NZZ-Artikels ( https://condorcet.ch/2026/08/warum-das-leistungsethos-an-den-schulen-abgenommen-hat/ ) im Wesentlichen zu und mahnt, den Schülerinnen und Schülern auch etwas zuzutrauen.
Bitte keinen Stress!
Warum das Leistungsethos an den Schulen abgenommen hat
Die Schule verabschiedet sich zunehmend vom Leistungsgedanken, Wettbewerb war gestern. Heute geht es vor allem darum, dass sich die Schüler wohlfühlen. Kommt das gut? Wir bringen einen Beitrag aus der “NZZ am Sonntag”.
Notengebung in Schulen
Die ganze Wahrheit über Noten
Frisierte Noten bei stressigen Eltern, politischer Druck von oben, Punktabzug für unsympathische Kinder? Hier berichten drei Lehrer, wie Zeugnisse wirklich entstehen. Der Beitrag ist zuerst in der ZEIT erschienen.
Anleitung für den garantierten Misserfolg
Wie lerne ich Erfolglosigkeit? – Fünf Ratschläge
Condorcet-Autor Alain Pichard at his best. Wieder einmal gelingt es ihm, den alltäglichen Wahnsinn der gegenwärtigen Bildungsrealität humorvoll auf den Punkt zu bringen.
Strebertum stirbt aus
“Es ist egal geworden, ob sich ein Kind anstrengt” – ein Lehrer rechnet ab
Jonas Schreiber unterrichtet an einer bayerischen Realschule. Er beobachtet besorgniserregende Trends: Kinder strengen sich weniger an als früher, die Gesamtleistung verschlechtert sich. Auch Forscher sagen: Das deutsche Schulsystem steht vor großen Herausforderungen. Wir bringen einen Beitrag, der zuerst auf Focus online erschienen ist.
Künstliche Intelligenz
“Müssen Jugendliche lernen”: Uralte Fähigkeit erlebt ein Comeback an Schulen
Immer mehr Schulen verändern den Unterricht, weil Schüler KI für Hausaufgaben nutzen. Ein Experte erklärt die Entwicklung in einem Online-Beitrag von tz.de (News aus München)
Unterricht
Mehr Lehren, weniger Integration: Die Schulen brauchen eine Rückbesinnung aufs Wesentliche
Die integrative Schule ist ein pädagogischer Sündenfall. Die Befürworter stehlen sich aus der Verantwortung. Sie wollen Kinder wie Erwachsene behandeln, obschon bei diesen “überdiagnostiziert” wird, kommentiert Sebastian Briellmann in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ).
Fragen an die Bildungspolitik
Immer wieder diese Strukturdebatten
Als Mathematikdidaktiker habe ich kaum Austausch mit Bildungspolitikerinnen und Bildungspolitikern. Aus dieser Distanz beobachtet scheint einiges, was die Bildungspolitik diskutiert, sinnvoll, es gibt gute Beispiele, wie wissenschaftliche Erkenntnisse positiv in die Praxis wirken, etwa im Startchancenprogramm, das sich der Schülerinnen und Schüler annimmt, die Gefahr laufen, abgehängt zu werden, das aber idealerweise noch mehr Schulen hätte erreichen sollen. Aber schon das Gegenstück dazu, ein entsprechend umfangreiches Programm zur Förderung von interessierten und leistungsstarken Schülerinnen und Schülern fehlt. Außerdem gibt es viele Themen, bei denen ich mich wundere, was in der Bildungspolitik passiert oder auch gerade nicht passiert. Gastautor Reinhard Oldenburg hätte da so einige Fragen.
Bildungskrise
Warum so viele Schulen in die falsche Richtung laufen und was sie vom Sport lernen sollten
Die deutsche Bildungsdebatte krankt daran, Leistungsorientierung und Disziplin als etwas Negatives zu sehen. Damit werden Schüler um eine wichtige Erfahrung gebracht, die im Sport eine Selbstverständlichkeit ist: Es kann Spaß bringen, sich anzustrengen. Die Politik könnte noch viel mehr vom Sport lernen. Ein Bericht der WELT-Journalistin Hannah Bethke.
