9. August 2022

Lehrperson

Das Pädagogische lebt vom Dialektischen

Pädagogische Lehrpläne lieben das Eindeutige. Der Schulalltag dagegen ist komplex; der Unterricht bewegt sich in einem vielfältigen Spannungsfeld. Das geht gerne vergessen. Ein Erinnerungsversuch von Condorcet-Autor Carl Bossard

Das Wunder der Volksschule – sie hält sich … noch.

Condorcet-Autor Alain Pichard hält unsere Volksschule nach wie vor für ein Erfolgsmodell und nennt in seinem Text die Indikatoren. Er sieht aber auch dunkle Wolken am Horizont. Dass es immer noch recht gut stehe, verdanke die Schweiz dem Föderalismus und der Mehrheit seiner Lehrkräfte, die wissen, worauf es ankomme …

«Ach, warum habe ich nicht…?»

Unter Bedingungen der Unsicherheit entscheiden – das müssen viele. Auch Lehrerinnen und Lehrer. Sie alle kennen die Last der Kontingenz und den Stossseufzer: «Hätt’ ich doch!» Ge-danken aus aktuellem Anlass von Condorcet-Autor Carl Bossard

Sprachenlastige Stoffpläne und Lehrermangel wirken sich spürbar auf Buben aus

Für die Erziehungswissenschaftlerin Margrit Stamm ist der Mangel an männlichen Lehrpersonen nicht ausschlaggebend für die offensichtlichen Probleme, welche die Knaben in unserer Schule haben. Sie sieht den Grund eher in den verfehlten Schulreformen (siehe: https://condorcet.ch/2021/11/knaben-als-bildungsverlierer-ist-die-feminisierung-dran-schuld/). Condorcet-Autor Hanspeter Amstutz gibt ihr zwar in diesem Punkt recht, hält aber trotzdem daran fest, dass die Feminisierung der Schule auch ihren Anteil an der Misere hat.

Überrollt uns nun eine unreflektierte Digitalisierungswelle?

Condorcet-Autor Hanspeter Amstutz warnt vor der nun möglichen erzwungenen Digitalisierung und preist die Vorzüge eines Schulunterrichts im Klassenverband und mit einer Lehrperson.