31. Oktober 2026

Integrative Schule

Integrative Schule (Teil 2) – Die Heilpädagogen: Treiber eines Bildungsexperiments

Als sich 1990 die Unesco-Mitglieder in Thailand trafen, um die Bildung-für-alle-Agenda aufzugleisen, ging es darum, weltweit den Kindern Zugang zur Grundschulbildung zu gewähren. Dies vor dem Hintergrund, dass in der dritten Welt in den 80er-Jahren eine „Bildungserosion“ bemerkt worden war. Nur vier Jahre später hatte sich der Fokus aber bereits stark weg von „Bildung für alle“ und hin zur integrativen Schule für Behinderte verschoben, wie die Erklärung von Salamanca ersichtlich machte (siehe Teil 1: „Das Missverständnis von Salamanca“). Wir bringen den zweiten Teil der Artikelserie von Nebelspalter-Journalist Daniel Wahl.

Integrative Schule (Teil 1)

Das Missverständnis von Salamanca

Die „integrative Schule“ als gemeinsamer Ort, wo verhaltensauffällige Kinder, Lernbehinderte, körperlich Behinderte zusammen mit „Normalos“ unterrichtet werden, steht heute unter Beschuss. Sie überfordere die Lehrer, sie sei für die Personalflut im Klassenzimmer und den Lehrermangel verantwortlich; sie habe den Niedergang der Volksschule, eine Niveausenkung, eingeläutet, monieren Politiker von links bis rechts. Wir bringen den ersten Teil einer Artikelserie des Nebelspalter-Journalisten Daniel Wahl.