15. Februar 2026

Schulreformen der Helvetik

Der bei uns weitgehend unbekannte Mathematiker, Philosoph und Aufklärer Jean Marie de Condorcet stand auch Pate beim Beginn des Aufbaus des schweizerischen Schulsystems. Der massgebliche Antreiber war Albert Stapfer, der sich im Wesentlichen auf die Entwürfe von Condorcet abstützte. Unser Haushistoriker Peter Aebersold ruft uns die atemberaubende Bildungsgeschichte der Helvetischen Republik noch einmal in Erinnerung und überrascht wieder einmal mit seinen Detailkenntnissen. Oder wussten Sie, dass um 1800 fast alle Schulabgänger lesen konnten?

Ein Spiel, das Mobbing und Rassismus fördert?

Völkerball ist ein Mannschaftssport, der vor allem von Knaben gerne gespielt wird. Er ist schon seit Jahrzehnten umstritten, hält sich aber immer noch wacker in den Turnhallen unseres Landes. Nun hat Peter Kolakowski im Deutschlandfunk über eine Studie berichtet, welche die Kritiken untersuchte und bestätigte. Wir veröffentlichen diesen Beitrag gerne als Diskursvorschlag.

Sarah soll verstehen

Frühförderung scheint von rechts bis links ein valables Mittel zu sein, um den Spracherwerb in einer der Landessprachen zu forcieren und dabei unterschiedliche Startchancen zu verhindern. Wie aber gestaltet man eine Sprachförderung wirksam? Der NZZ-Autor Giorgio Scherrer besuchte eine KITA und machte eine Bestandsaufnahme. Wir schalten diese qualitativ hochstehende Reportage gerne für unsere Leserinnen und Leser auf.

Sind Noten in der Schule notwendig?

Die Schulnoten bewegen auch die Condorcet-Leserinnen und -Leser. Das zeigen die Kommentare und die vielen Aufrufe der bisherigen Beiträge. Der emer. Professor Juergen Oelkers legt in seinem Beitrag den aktuellen Forschungsstand dar und erklärt die Vor- und Nachteile der “Ziffernbeurteilung”. Sein Fazit: Noten werden weiterhin eine zentrale Rolle spielen, können aber verbessert werden.

An die Condorcet-Betreiber: Mehr konkrete Opposition, bitte!

Hans-Peter Köhli ist unzufrieden mit unserem Blog. Viele Artikel hält er für belangloses Geplauder. Er wünscht sich von den Condorcet-Autorinnen und -Autoren mehr konkrete Opposition und klare Stellungnahmen. Sein Vorbild ist dabei das bildungskritische Magazin “Einspruch”.

Rousseau – Naturevangelium der Pädagogik

Nichts ist wichtiger als die Kunst, Menschen zu bilden. Und doch fehlt es überall an Einsicht und an Methoden, die einer naturgemässen Menschenbildung entsprechend wären. Dem Gang der Natur zu folgen, muss die erste Sorge des echten Erziehers sein – wenn man die Natur des Kindes nicht kennt, werden sich Irrwege nie vermeiden lassen. Dies waren die Überzeugungen von Jean-Jacques Rousseau (1712 – 1778). Unser Haushistoriker Peter Aebersold erinnert an das pädagogische Vermächtnis dieses Aufklärers. Dies ist sicher angebracht, auch wenn Rousseau in Condorcet-Kreisen durchaus auch umstritten ist.