Professor Bernhard Krötz analysiert

Physik ohne Mathematik

In seiner bekannt unaufgeregten und stoischen Art erklärt uns Condorcet-Autor Bernhard Krötz aus Paderborn den Leistungsverfall des Faches Physik in den letzten 30 Jahren. Pikant: Die vorgestellten Abituraufgaben wurden ihm von Lehrkräften und geprüften Studenten geschickt, die selber über diesen Absturz schockiert sind.

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Condorcet-Autorin Christine Staehelin unterzieht die Schwerpunkte der gegenwärtigen Reformpolitik einer didaktischen und philosophischen Analyse. Und sie stellt fest: Bildung ist kein Produkt. Da ist wenig Ermutigendes, es sei denn, man betrachtet das zwangsläufige Scheitern als Befreiung.

Schreiben nach Gehör

Immer wieder erreichen uns Leserbeiträge zum Thema “Rechtschreibung”. Normalerweise halten wir uns in der Publikation zurück, weil wir uns nicht über arbeitende Menschen lustig machen wollen. Diesmal geht es allerdings um “Rechtschreibe-Blüten”, die sich an die Öffentlichkeit wenden. Zwei Bildbeiträge aus Basel!

2 Kommentare

  1. Ein Kollege empfahl mir das Video von Prof. Krötz und es ließ mich ungläubig, ratlos bis wütend zurück.

    Ich habe Mitte der 2000er mein Abitur mit Physik-LK in Sachsen gemacht und mich u.a. mit den vorgestellten alten Aufgaben darauf vorbereitet. Wir waren höchstens 10 Schüler im Kurs und stolz darauf, denn die Kombination Mathe-/Physik-LK — sowie das sächsische Abitur allgemein — galten etwas. Über die vorgestellte Aufgabe hätten wir nicht mal gelacht, sondern sie als Frechheit empfunden.

    Wer ist das, der jungen Menschen “Nutzwertanalysen” und Reden im Gemeinderat als Physik verkaufen will?! Warum kommt keine Aufgabe ohne seitenweise wirre, überfrachtete und unkonkrete bis missverständliche Texte und zusätzliches Material aus? Diese Urheber müssen die Physik hassen und wollen sie wohl auch den eigentlich zugeneigten Schülern verleiden, anders kann ich mir das nicht erklären.

    Wenn das die neue Marschrichtung für Physik ab der 6. Klasse wird, dann fehlt uns in spätestens 10 Jahren der geeignete Nachwuchs für unsere Hochschulen in den Ingenieurwissenschaften. Nicht, weil die Jugend keinen Bock hätte, sondern weil man sie am ausgestreckten Arm verhungern lässt und ihnen bewusst Bildung vorenthält. Gerade in Sachsen, bisher Stolz auf seine MINT-Lastigkeit an den Hochschulen, müsste es darum JETZT einen Aufschrei von Lehrern, Professoren und Wirtschaft geben, um diesem offenkundigen IQB-Unfug Einhalt zu gebieten. Hier könnte der Bildungsföderalismus seine Vorteile ausspielen: wir MÜSSEN das nicht gegen unsere Lehrkräfte und Schüler mitmachen!

    Bisher sieht es leider nach Kapitulation vor den Didaktikern aus.

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