Wenn es darum geht, den Zustand unseres Bildungswesens nach der Einführung der Kompetenzorientierung mit den Ansprüchen einer modernen demokratischen Gesellschaft zu vergleichen, dann kommt man an der kritischen Analyse von Jochen Krautz (Bergische Universität Wuppertal) nicht vorbei. Krautz zeigt auf, wie unsere Schule immer stärker in den Einflussbereich des wirtschaftlich Verwertbaren gerät, der die Menschen zu Humankapital reduziert. Diese Entwicklung, so folgert Krautz, ist nicht nur schädlich für die Qualität des Unterrichts und den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft. Sie gefährdet letztendlich das Funktionieren unserer westlichen Demokratien.
“Ökonomisierung der Kindheit als Herausforderung für die Schule”: So lautet der Titel des Vortrags, den Prof. Dr. phil. Jochen Krautz am 30. Oktober 2019 in einer Veranstaltungsreihe des Vereins Ostschweizer Kinderärzte & Ostschweizer Kinderspital hielt und über den Urs Kalberer berichtet.
You talked the talk, now walk the walk!
Der Herr ist ja wegen seines Alters fein raus. Die Frage bleibt, warum er das Wasser, das er jetzt predigt, in seiner 40jährigen Berufszeit nicht getrunken hat. Die Antwort ist einfach: Weil er nichts Ordentliches studiert hat.
Das empfinde ich als einen unfairen Angriff auf Herrn Dollase. Er hat sich ja als oppositioneller Bildungskritiker gegen den Mainstream profiliert und sich gerade nicht vom Zeitgeist korrumpieren lassen. Man vergleiche etwa seinen Beitrag “Gastkommentar: Gegen das Dogma von der Bildungsgerechtigkeit” bei news4teachers.de. Der ist im Netz frei verfügbar.