18. Januar 2026

Die Zahl des Monats: 330’000

Bis August 2021 wurden 330.000 wissenschaftliche Arbeiten zu COVID-19 veröffentlicht, an denen etwa eine Million verschiedene Autoren beteiligt waren. Eine Analyse ergab, dass Wissenschaftler aus jeder einzelnen der 174 Disziplinen, die wir als Wissenschaft bezeichnen, zu COVID-19 veröffentlicht haben. Ende 2020 gab es nur im Automobilbau keine Wissenschaftler, die zu COVID-19 publizierten. Anfang 2021 kamen auch die Automobilingenieure zu Wort.

Dies schrieb einer der weltweit renommiertesten Epidemiologen, John Ioannidis, der vor allem durch seine Metastudien Aufsehen erregte.  Die englische Originalfassung findet sich: https://www.tabletmag.com/sections/science/articles/pandemic-science

Ist sich die Wissenschaft einig?

Im Telebasel-Beitrag zur Initiative der Basler Schulsynode, welche eine Wiedereinführung der Kleinklassen erlauben soll, wurde gesagt: “Die Wissenschaft ist sich einig…”  “Die Kinder profitieren von der Integration.”

Die Wahrheit ist vermutlich einiges komplexer. Zur Erinnerung:  Am 21.1.21 wies der Condorcet-Blogauf  sechs Studien hin, die sich mit der Wirksamkeit von Schulschliessungen bezüglich der Eindämmung des Coronavirus beschäftigten: Fazit: 3 Studien entdeckten eine hohe Wirksamkeit, 3 Studien keine.

https://condorcet.ch/2021/01/warum-der-satz-ich-glaube-an-die-wissenschaft-eigentlich-ein-dummer-satz-ist/

 

image_pdfAls PDF herunterladen

Verwandte Artikel

Zur Begründung von Lernzielen in Konzepten der Kompetenzorientierung

Wir bringen Ihnen den 2. Teil der Ausführungen von Professor Volker Ladenthin zur “Begründung von Lernzielen in Konzepten der Kompetenzorientierung”. Auch wenn dieser Text anspruchsvoll und auch viel Lesezeit erfordert, können wir allen interessierten Leserinnen und Lesern diese Lektüre wärmstens empfehlen. Selten hat ein Bildungsforscher die Mythen der Kompetenzorientierung so gründlich unter die Lupe genommen.

Die Tragik von Condorcet: Als Philosoph brillant, als Realpolitiker gescheitert

In Zeiten der unerbittlichen politischen Kämpfe mit all ihren Diffamierungen und Ausgrenzungen lohnt es sich, ab und zu wieder auf unseren Namensgeber Jean-Marie Caritat de Condorcet und dessen Vermächtnis hinzuweisen. Bettina Rommel hat für das Metzler Philosophen-Lexikon ein kurzes Porträt geschrieben. Erstaunlich, dass Frau Rommel mit keinem Wort auf Spohie de Condorcet eingeht, die einen grossen Einfluss auf das Denken Ihres Ehemannes hatte. Interessant ist hingegen ihre Intepretation des Wirkens von Condorcet. Sie erklärt, weshalb die Galionsfigur der frühliberalistischen Kräfte als Realpolitiker gescheitert ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert