
Politikerinnen und Politiker rangieren in der medialen Nahrungskette in der Regel auf den hintersten Plätzen. Nahe bei den Callcentern. Und wer sich dann auch noch mit so unbedeutenden Themen wie Schule und Bildung abgibt, fährt sowieso im Besenwagen.
Als im Mai 2018 das freisinnige «Alphatier» Filippo Leutenegger im Zürcher Stadtrat vom einflussreichen Tiefbau- und Entsorgungsdepartement ins Schul- und Sportdepartement «abgeschoben» (Zitat) wurde, schrieb der «Tages-Anzeiger» von «Demütigung» und «Abstellgleis».
Lieber Kistenvelos als Bildung
Kaum ein Begriff trifft den Nerv der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im

Erziehungsdepartement (ED) so schmerzhaft wie das Wort «Bildungsbürokraten». Für den Vorwurf der Praxisferne und des Realitätsverlustes finden sich in den Stellungsnahmen des Erziehungsdepartements zu tagesaktuellen Fragen des Schulbetriebs allerdings regelmässig harte Belege.
Man darf sich schon wundern, wie ein derart wirklichkeitsfremder, schnoddriger und sämtliche unbestreitbaren Probleme ausblendender Text aus der Schreibstube eine Regierungssitzung ohne Faktencheck und Qualitätskontrolle unverändert passieren kann
«Katastrophales Zeugnis»
Angesichts dieser Zahlen mutet die schon fast rituelle Forderung der Lehrerverbände und rot-grüner Parteien nach mehr Investitionen in den Bildungsbereich merkwürdig an.
Dringend nötig: Reformen am System

Dabei kommt der Wiedereinführung der Kleinklassen und die Abschaffung der fundamentalistischen Basler Version der Integrativen Schule eine zentrale Rolle zu. Es ist offensichtlich, dass dieses Modell an den Realitäten scheitert, weil es die vorhandene und unvermeidliche Heterogenität in den Klassen zusätzlich noch vergrössert, mit entsprechendem Effekt auf die Ausbildungsqualität auf allen Leistungsniveaus.

