9. Dezember 2022

Condorcet-Autor Alain Pichard in der Sonntagszeitung «Man hält Eltern oft für etwas nervig»

Natürlich freut es uns, dass wieder ein Autor des Condorcet-Blogs die Gelegenheit hatte, in der grossen Sonntagszeitung zu aktuellen Bildungsfragen Stelung zu nehmen. Die Interviewerin Nadja Pastega leitete das Gespräch mit folgenden Worten ein: Ende Monat geht der bekannteste Lehrer der Schweiz in Pension. Der kämpferische Pädagoge über miserable Lehrkräfte, schädliche Schulreformen und engagierte Väter und Mütter.

Nadja Pastega, Journalistin Sonntagszeitung: Kann man jahrelang unbeaufsichtigt unterrichten?

Herr Pichard, wie haben Sie Ihre eigene Schulzeit in Erinnerung?

Da fragt man sich, warum Sie Lehrer geworden sind.
Fakt ist: Bei den Lehrerinnen und Lehrern gibt es auch heute noch grosse Qualitätsunterschiede.
Pichard als junger Lehrer (rechts, mit Stift im Mund): Auf einer Vogelexkursion mit seinen Schülerinnen und Schülern in den 80er-Jahren.

«Lehrerinnen überklebten im Lesebuch Tierbilder, weil Muslime keine unreinen Tiere sehen wollten. Es war unglaublich.»

Also fängt man bei jeder Generation wieder von vorne an?
«Dieser Kompetenzquark stammt von Bildungsforschern, die den Herausforderungen des Unterrichts fernbleiben»: Alain Pichard über den Lehrplan 21.

«Wenn wir den ganzen Unterricht den Algorithmen anvertrauen, dann gute Nacht!»

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Condorcet-Autor Alain Pichard ist dem Ruf seiner ehemaligen Schule gefolgt und unterrichtet wieder. Er arbeitet an demselben Ort, in dem er vor 45 Jahren seine Lehrerkarriere angetreten hat. Das Oberstufenzentrum Mett-Bözingen, wo seine Frau als Schulleiterin wirkt, ist eine Brennpunktschule in Biel. Und sie leidet besonders unter dem Lehrkräftemangel.

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