14. September 2026

Ein Bild – und wenig dahinter

Unser Redaktor Alain Pichard ist nicht zu beneiden. Da lädt (und bezahlt) er ein Bild von AdobeStock, einer Bezahlgalerie, herunter, in der Meinung, es handle sich um eine treffende Illustrierung zum folgenden Artikel (Sorgenkind Mathematik, 18.3.20). Und dann muss er die Häme eines Mathematikers über sich ergehen lassen, der sich mit der auf dem Bild abgebildeten Rechnung genauer auseinandersetzt.

Prof. Wolfgang Kuehnel, Stuttgart: Damit kann niemand etwas anfangen.

Da steht an der Tafel die Wurzel aus 32 + 4 mal 2 = 17. Das sollte wohl eigentlich 32 + 42 heißen (oder 3×3 + 4×4), dann ist die Wurzel nämlich gleich 5, und der ganze Ausdruck ist einfach gleich 1/16.

So wie das da steht mit der Wurzel aus 17, kann niemand was damit anfangen, auch kein Mathematiker. Solche Ausdrücke kann man nur stehenlassen oder in einen Taschenrechner eintippen.

Wolfgang Kuehnel, Mitglied der GBW, Mathematiker an der Uni Stuttgart, Verfasser eines Standardlehrbuchs der Differentialgeometrie.

image_pdfAls PDF herunterladen

Verwandte Artikel

Im Nachklang zum «Hype ums Gymnasium»

Claudia Meier hat sich an gewissen Aussagen in Carl Bossards Beitrag “Der Hype ums Gymnasium – Kommen auch die Richtigen?” gestört. Sie fragt sich, ob es nicht überholt ist, heute noch in den Kategorien, “gescheit”und “weniger gescheit”, “begabt” und “weniger begabt” zu denken.

Wenn private Lernstudios boomen

Die Bildungspolitik will es nicht wahrhaben: Die öffentliche Schule hat sich zu viel zugemutet. Für manche Kinder kommt sie ihrer ureigenen Aufgabe nicht nach; sie wird ihnen schlicht nicht gerecht. Die Folge: Private springen in die Lücke. Das gefährdet die Chancengleichheit, schreibt Condorcet-Autor Carl Bossard.

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert