19. September 2021

Vermessung

Die Dystopie der Kontrollgesellschaft – Realität in der Schule?

Was läuft schief an unseren Schulen? Auf die Fragen, die im Dokumentarfilm des Schweizer Fernsehens («Mein Leben und der Notenschnitt») aufgeworfen wurden, gibt ein eben erschienenes Buch des Kinderarztes Helmut Bonney Antwort. Es stellt den Irrglauben an die Messbarkeit von allem und jedem und die Vernachlässigung elementarer menschlicher Bedürfnisse in den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang. Dieses Buch müsste zur Pflichtlektüre werden für alle an Schule Beteiligten, Lehrer, Schulpsychologinnen sowie in der Bildungsforschung und in den Bildungsverwaltungen Tätige, meint der Rezensent Bernhard Bonjour, der zum ersten Mal für unseren Blog schreibt.

Aufruf zur Besinnung: Humane Bildung statt Metrik und Technik

Ralf Lankau und Matthias Burchardt sind auf unserem Bildungsblog keine Unbekannten. Die GBW-Mitstreiter gelten als fundierte Kritiker der Digitalisierung unseres Bildungssystems. Und sie argumentieren – was sie von vielen Informatikfans unterscheidet – in der Debatte der Digitalisierung faktensicher und gut dokumentiert. Ihr Aufruf wird auch in der Schweiz auf grosses Interesse stossen.

Die PISA-Studien bieten der pädagogischen Praxis wenig Nutzen

Die PISA-Studien nehmen für sich in Anspruch, Bildung zu messen. Aber kann man Bildung tatsächlich messen? Der emeritierte Professor und Condorcet-Autor Walter Herzog geht dieser Frage nach und deckt auf, weshalb die pädagogische Praxis von der Bildungsvermessung nur wenig profitieren kann.

Wettbewerbsdenken funktioniert in der Schule nicht

Condorcet-Autor Felix Schmutz widerspricht den Aussagen von Hans Rentsch “Ökonomisierung nur ein Schlagwort”. Er warnt vor Vermessungswahn und wendet sich gegen den Wettbewerbsgedanken im Schulwesen.